Wie entsteht die Vorsorgelücke?

Dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht, ist keine neue Erkenntnis. Seit Jahren wissen wir, dass die Lebenserwartung steigt, wodurch die Gruppe der aktiven Rentner wächst, während die erwerbstätigen Beitragszahler immer weniger werden.

Weniger Beitragszahler + steigende Lebenserwartung = weniger Rente

Rentenniveau

Obwohl die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung steigen, bekommen Rentner künftig weniger ausbezahlt. Das bedeutet, Beitragszahler müssen sich bereits während des Erwerbslebens auf steigende Belastungen und geringere Auszahlungen einstellen.

Das Problem: Nur wenige Menschen ziehen Konsequenzen. Trotz staatlicher Fördermaßnahmen der privaten Altersvorsorge stammen fast 90% aller Alterseinkünfte in Deutschland aus der gesetzlichen Rentenkasse.

Staatlicher Maßnahmenkatalog ist ausgeschöpft

Das Renteneintrittsalter wurde bereits nach oben korrigiert, hier ist inzwischen eine "Schmerzgrenze" bei der Bevölkerung erreicht. Das Rentenniveau sinkt hingegen und wird im Jahr 2030 bei nur noch 43% liegen. Zwangsmaßnahmen wie die Aufnahme Selbständiger und Beamter in die gesetzliche Rentenversicherung sind verfassungsrechtlich bedenklich, außerdem erfolgt dadurch nur eine Verschiebung der Lasten in die Zukunft, keine Lösung des Problems.

So können Sie die Lücke verringern:

Laut einer europaweiten Studie der Deutschen Bundesbank zur Vermögensverteilung in Privathaushalten beträgt der Mittelwert des in Deutschland verfügbaren Geldvermögens pro Person 51.350 Euro. Daraus ließe sich bei einer Lebenserwartung von 19 Jahren nach Renteneintritt eine monatliche Rente von 225 Euro finanzieren. Die Vorsorgelücke reduziert sich dadurch aber nur von 650 auf 425 Euro.

Für die nachfolgende Beispielrechnung werden ein Bruttoverdienst von 34.000 Euro und ein Netto-Rentenniveau von 55,2%* als Basiswerte verwendet. Bewegen Sie den Regler und ermitteln Sie selbst, wie groß Ihre Vorsorgelücke ist. Dann sehen Sie auch, welches Guthaben Sie zusätzlich benötigen.
* Quelle: Werding-Studie 2013

Beispielrechnungen Lücke nach Vermögen in €*

Geldvermögen***
51.350 €
Monatl. Rente aus Geldvermögen**
225 €
Lücke pro Monat*
51.350 €
*
Berechnung für einen Durchschnittsrentner in Deutschland mit einem durchschnittlichen Brutto-Verdienst von rund 34.000 Euro vor Renteneintritt (2013) und einem Netto-Rentenniveau von 55,2%, ohne sonstiges Vermögen, gerundet in Euro.
**
Bei durchschnittlicher Lebenserwartung von 19 Jahren nach Renteneintritt (Männer) und 0% Realverzinsung des Kapitals nach Inflation, Stand April 2013
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Quelle: Dt. Bundesbank, Studie "Private Haushalte und ihre Finanzen": Median der Vermögensverteilung in Deutschland

Der dringende Handlungsbedarf ist klar erkennbar: Nur mit einer sinnvollen Kombination aus betrieblicher und privater Altersvorsorge lässt sich die Vorsorgelücke zuverlässig schließen!

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