Expertenmeinung

In den demografischen Wandel investieren

ANETA WYNIMKO, HILARY NATOFF - 31.03.2015

Hilary Natoff und Aneta Wynimko, Fondsmanagerinnen des Fidelity Global Demographics Fund:

  • Weltweit wachsende Mittelschicht, Alterung der Menschheit und Bevölkerungsexplosion sind Kernaspekte des Wandels
  • Änderung der Bevölkerungsstruktur wirkt sich stark auf das Konsumverhalten aus
  • Mobilnetzbetreiber Safaricom und Brillenglas-Hersteller Essilor sind Beispiele für Unternehmen, die profitieren werden

In den demografischen Wandel investieren

Hilary Natoff:

"Die demografischen Entwicklungen werden drastische Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzwelt haben. So beeinflussen die sich verändernden globalen Bevölkerungsstrukturen unmittelbar das Konsumverhalten. Unternehmen, die davon profitieren, dürften langfristig steigende Gewinne erzielen, unabhängig von kurzfristigen Faktoren wie Rohstoffpreisen, der Zentralbankpolitik oder Währungsschwankungen. Bei der Auswahl der Titel in unserem Fonds achten wir darauf, dass die demografische Entwicklung der Kerntreiber der langfristigen Ertragsaussichten der Unternehmen ist, in die wir investieren. Denn auf lange Sicht treiben Firmengewinne die Aktienperformance."

In den demografischen Wandel investieren

Aneta Wynimko:

"Wir investieren in Aktien, die von drei wesentlichen demografischen Trends profitieren: der weltweit stark wachsenden Mittelschicht, der alternden Bevölkerung und dem Bevölkerungswachstum allgemein. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD schätzt, dass die Zahl der Menschen weltweit von 6,9 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf 9,6 Milliarden steigt. Zugleich wird sich der Anteil derer, die älter als 60 Jahre sind, mehr als verdoppeln von 840 Millionen auf rund zwei Milliarden Menschen.

Diese Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur werden sich zwangsläufig im Konsumverhalten niederschlagen. Und nicht zuletzt sorgt auch eine stark wachsende Mittelschicht für einen tiefgreifenden Wandel. Die OECD schätzt, dass sich die Zahl der Menschen, die der Mittelschicht zuzurechnen sind, in den Schwellenländern von heute 1,5 auf 4,5 Milliarden Menschen im Jahr 2050 verdreifachen wird.

Beispiele für Unternehmen, die von einem der oben genannten Megatrends profitieren, sind Safaricom, und Essilor. Der Mobilnetzbetreiber Safaricom hat eine führende Marktposition in Kenia und betreibt das Bezahlsystems über Mobiltelefon M-Pesa, mit dem bereits rund 108 Milliarden US-Dollar abgerechnet wurden. Das entspricht in etwa einem Drittel des Bruttoinlandprodukts Kenias, dessen Bevölkerung bis zum Jahr 2030 von rund 40 Millionen auf 66 Millionen Menschen steigen wird.

Essilor ist ein Unternehmen, das bei Brillengläsern weltweit einen Marktanteil von 37 Prozent besitzt und besonders in den Schwellenländern führend ist. Der Konzern gibt im Vergleich zu den Mitbewerbern ein Vielfaches für Forschung und Entwicklung aus und bietet hohes Wachstumspotenzial. Bis 2020 werden etwa 4,1 Milliarden Menschen eine Sehhilfe benötigen – gegenüber heute ein Anstieg von 43 Prozent. Das stützt die Nachfrage langfristig."

Mit einer Investition in die globale demografische Entwicklung können Anleger an einer der wichtigsten Entwicklungen unserer Zeit teilhaben. Deshalb hat Fidelity Mitte März 2012 den Fidelity Global Demographics Fund aufgelegt. In den drei Jahren seit seiner Auflegung hat der Fonds eine Wertsteigerung von 54,3 Prozent erzielt und damit den Vergleichsindex MSCI All Countries World hinter sich gelassen, der im selben Zeitraum 38 Prozent zulegte. Der Fonds zeichnet sich durch einen hohen Active Share von rund 90 Prozent aus. Der Active Share ist der Anteil des Fondsportfolios, der vom Vergleichsindex abweicht und daher einen guten Anhaltspunkt bietet, wie aktiv ein Fonds tatsächlich gemanagt wird.

Die Autoren:

Hilary Natoff und Aneta Wynimko sind Fondsmanagerinnen des Fidelity Global Demographics Fund.

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