6. März 2018

Warum Technologie-Investments unverzichtbar sind

Auch im Bereich Medizintechnik schreitet der technologische Wandel rasant voran. Das große Potenzial dieser und anderer Branchen wie Kommunikation oder Industrie liefert gute Argumente für Technologie-Investments. Bildquelle: Shutterstock/Zapp2Photo

Technologieaktien entwickeln sich allmählich zum neuen Basis-Investment: Der technologische Wandel von Wirtschaft und Industrie hat gerade erst begonnen, und das Potenzial der neuen Technologien ist riesig. Anleger können von den Anlagemöglichkeiten des Wachstumsmarkts profitieren. Eine neue Dotcom-Blase ist nicht zu befürchten.

Jahrelang gehörten Ölkonzerne, Autohersteller und Banken zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Das hat sich in den zurückliegenden Jahren radikal geändert: Inzwischen sind Technologieunternehmen wie Facebook, Amazon, Apple, Microsoft und Alphabet die großen Gewinner an der Börse. Im Jahr 2017 gingen die Aktienkurse dieser Unternehmen durch die Decke. Ihren Siegeszug können Anleger nicht ignorieren, und das sollten sie auch nicht. Technologieaktien sind auch nach den Kursanstiegen der Vergangenheit attraktiv und dürften es langfristig bleiben.

Der Fortschritt ist überall

Der Grund für den Aufstieg der Technologieunternehmen und ihr langfristiges Potenzial ist, kurz gesagt, der rasante technologische Fortschritt. Er macht sich vor allem in den Bereichen Kommunikation und Konsum bemerkbar. Über das Smartphone kaufen Menschen ein, kommunizieren, lesen Nachrichten, surfen im Internet. In anderen Branchen schreitet der technologische Wandel ebenfalls rasch voran, so in der Automobilindustrie, in der Medizin, in der Industrie. Die Palette an Technologieaktien ist damit längst viel breiter, als mancher annimmt. Es sind nicht nur die Hersteller von Soft- und Hardware oder Internetfirmen, die zu der Anlageklasse gehören – sie bilden nur die Speerspitze der Entwicklung. Es folgen alle Unternehmen, deren Geschäftsmodell mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0, Big Data, künstlicher Intelligenz, 3-D-Technologie, Cloud Computing, Cybersicherheit oder neuen Formen der Mobilität zu tun hat.

Nachhaltiges Wachstum

Das Potenzial der neuen Technologien ist riesig: Allein der Markt für sogenannte Internet-of-Things-Anwendungen – also die Vernetzung von Sensoren und Aktoren im Haushalt und in Industrieanlagen – dürfte bis zum Jahr 2020 weltweit auf rund 470 Milliarden US-Dollar anwachsen. Das geht aus einer Analyse der Managementberatung Bain & Company hervor. Der Wert von Technologie-Investments dürfte also nachhaltig wachsen, gespeist aus Innovationen und dem Fortschritt in den Unternehmen.

Neue Dotcom-Blase ist unwahrscheinlich

Bei allen guten Argumenten, die für Technologie-Investments sprechen, hegen Anleger immer wieder Zweifel an der Nachhaltigkeit des Erfolgs. So mancher fühlt sich an die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende erinnert. Damals legten vor allem die Aktien junger, US-amerikanischer Internet-Unternehmen sagenhafte Kurssteigerungen hin, getragen von der Fortschrittseuphorie der Investoren. Zwischen März 2000 und Oktober 2002 ging es dann steil bergab, die Blase war geplatzt. Deshalb blicken nun viele Anleger skeptisch auf die Entwicklung von Technologieunternehmen.

Fast 20 Jahre danach ist es allerdings eher unwahrscheinlich, dass eine neue Blase entsteht. Die Tech-Unternehmen, die die Börsen in den vergangenen Jahren angetrieben haben, sind längst global etabliert. Sie verfügen über erfolgreiche und zukunftsweisende Geschäftsmodelle und solide Bilanzen. Und: Anders als im Jahr 2000 erwirtschaften sie Gewinne und hohe Cashflows. Trotz ihrer hohen Investitionen in die technologische Weiterentwicklung sitzen sie zudem auf üppigen Barreserven. Auch fallen, dank der hohen Gewinne, die Kurs-Gewinn-Verhältnisse heute noch moderat aus – trotz der starken Kursentwicklungen.

Megatrends verändern die Wirtschaft nachhaltig

Von einer nur kurzfristig überschäumenden Anlegereuphorie wie um die Jahrtausendwende sind die Märkte heute weit entfernt. Inzwischen ist die Technologiebranche wesentlich vielfältiger als im Jahr 2000, die Auswahl der investierbaren Unternehmen ist größer. Auch die zeitliche Perspektive ist eine andere als in Zeiten des Dotcom-Booms: Zwar gilt 2017 als „Jahr der Tech-Aktien“. Jedoch schneiden Technologiewerte auch in der längerfristigen Betrachtung deutlich besser ab als der breite Markt. Zudem erkennen Experten in den Entwicklungen der Branche sogenannte Megatrends, etwa die Digitalisierung. Das sind Trends, die die Wirtschaft nachhaltig verändern. In der Tech-Branche hat der Wandel gerade erst begonnen.

Breite Streuung reduziert das Risiko – auch bei Technologie-Investments

Frei von Verlustrisiken sind Anlagen in Technologiewerte allerdings nicht, wie alle Investments. Immer wieder drängen neue Anbieter mit neuen Geschäftsideen in den Markt, und nicht alle werden sich langfristig durchsetzen. Ebenso werden nicht alle etablierten Unternehmen ihre Position behaupten können. Das zeigt auch die Historie ehemaliger Branchengrößen wie die des Chipherstellers Intel oder des Telekommunikationsunternehmens Cisco. Trotz der Risiken sollten Anleger sich den technologischen Fortschritt ins Portfolio holen, um vom Wachstumspotenzial der Unternehmen zu profitieren. Dabei gilt es, getreu der alten Börsenregel, nicht alles auf eine Karte zu setzen – sich also nicht auf wenige populäre Titel zu konzentrieren, sondern breit zu streuen. Genügend Auswahl gibt es in jedem Fall.

Typische Technologie-Wertschöpfungskette am Beispiel Computer


Schematischer Überblick. Nur zur Illustration. Darstellung Fidelity.

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Herausgeber: FIL Finance Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Stand: Februar 2018.

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