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Inflationsschock, Zinswende und die Rolle der Verbraucher

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„Der Inflationsdruck verlagert sich von Verbrauchsgütern auf Dienstleistungen“, sagt Aneta Wynimko. Die Fondsmanagerin führt das auf ein sich veränderndes Verbraucherverhalten zurück – genauer gesagt: auf eine Normalisierung dieses Verhaltens. Denn mit dem Ende der Mobilitätsbeschränkungen wächst die Reiselust der Menschen. Auch andere Freizeitaktivitäten stehen höher im Kurs. Daher erstaunt es Aneta Wynimko nicht, dass sich die Inflation bei Verbrauchsgütern tendenziell abschwächt, während Dienstleistungen teurer werden (Abbildung 1). 

Abbildung 1: US-Kerngüterpreise zeigen Anzeichen einer Abkühlung, während die Kosten für Dienstleistungen anziehen
 

Quelle: Bureau of Labor Statistics, Mai 2022

„Endlich wieder reisen und etwas erleben!“
Der neue Erlebnishunger spiegelt sich zum Beispiel im Flugverkehr (Abbildung 2) und bei der Hotelauslastung wider. Die internationalen und inländischen Flugbuchungen sind bereits auf Erholungskurs. Sie liegen aktuell bei 66 % bzw. 72 % des Niveaus von 2019. Der Inlandsflugverkehr hat sich also schneller erholt, allerdings holen die internationalen Buchungen auf. Der asiatisch-pazifische Raum hinkt noch hinterher – aufgrund der anhaltenden Beschränkungen besonders in China. 

Abbildung 2: Langfristige Passagierprognose (Mrd. Flugreisende und % des Niveaus von 2019) 
 

Quelle: IATA Economics/Tourism Economics, 20 Jahre Passagierprognose. Mai 2022

Was bedeutet das für die Fondsportfolios?
Aneta Wynimko managt den Fidelity Funds - Sustainable Consumer Brands Fund. Im Portfolio hält sie Aktien, die vom Erlebnishunger der Verbraucher profitieren könnten: Airbnb als führendes Unternehmen für Ferienvermietung und Booking Holdings als größten Online-Reisevermittler. 

Die Nennung bestimmter Einzeltitel sollte nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Wertpapiere verstanden werden und dienen nur der Illustration.

Steigende Preise zwingen die Konsumenten zu Kompromissen
Tanken, Einkaufen, Energie: Die Inflation reißt Löcher in viele Geldbeutel. Die Konsumenten müssen abwägen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Darum werden nicht alle Branchen und Teilsektoren gleichermaßen von der Veränderung profitieren. 

Menschen mit höheren verfügbaren Einkommen sind nicht völlig immun gegen die Inflation, dürften sie aber weniger stark zu spüren bekommen. Angesichts dessen sind die Luxuskonzerne LVMH und Richemont zwei wichtige Positionen in den Portfolios. Der Fidelity Sustainable Consumer Brands Fund hat jüngst auch Hermes in sein Portfolio aufgenommen. Die französische Luxusmarke der Spitzenklasse hat sich sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsphasen als widerstandsfähig erwiesen. „Ihre defensiven Qualitäten sind angesichts der derzeitigen Marktunsicherheit attraktiv“, sagt Aneta Wynimko: „Auch L'Oreal und Estee Lauder dürften sich aufgrund ihres starken Engagements im Bereich Luxuskosmetik als vergleichsweise widerstandsfähig erweisen.“ Der Trend zu hochwertigen und langlebigen Produkten wird sich ihrer Einschätzung nach angesichts der aktuellen Inflation noch verstärken. Für die Titel bedeutet das weiterhin Rückenwind. 

Auf strukturelle Wachstumsfaktoren und Qualität achten
Gesundheit und Wellness stehen hoch im Kurs, und die Pandemie hat das zusätzlich befeuert. Bei Sportartikeln werden die Konsumenten daher wohl nicht sofort den Rotstift ansetzen. „Dennoch ist Selektivität der Schlüssel“, sagt Aneta Wynimko: „Wir bevorzugen nach wie vor qualitativ besonders hochwertige Unternehmen wie Nike.“ Das Unternehmen hat sich auch in schwierigeren wirtschaftlichen Umfeldern als widerstandsfähig erwiesen. In den Jahren 2009 und 2010 etwa gingen viele Volkswirtschaften in die Knie – Nike verzeichnete ein Umsatzwachstum, wenn auch ein leichtes.

Hinzu kommt: Starke Konsumgütermarken sollten höhere Preise eher an ihre Kunden weitergeben können. Damit könnten sie ihre Margen besser schützen und als Gewinner aus der veränderten Lage hervorgehen. Denn Inflation bedeutet auch steigende Kosten für die Firmen; das kann an den Gewinnspannen nagen und die Anlegerrenditen belasten (Abbildung 3). 

Abbildung 3: Fidelity-Analystenumfrage deutet auf Ende des Margenwachstums hin     

Quelle: Fidelity International, Mai 2022

Nachhaltigkeit bleibt im Fokus
In den letzten Jahren und besonders seit der Pandemie achten Verbraucher stärker auf die Nachhaltigkeit. Dies hat dazu geführt, dass Unternehmen das Profil ihrer Marken durch kluge und dynamische Nachhaltigkeitsstrategien weiterentwickeln. Dieser Trend sollte sich trotz der schwierigeren Marktbedingungen fortsetzen. Jüngste Umfragedaten deuten darauf hin, dass die meisten Verbraucher weiterhin Wert auf Nachhaltigkeit legen – trotz steigender Lebenshaltungskosten.1

„Daher legen wir bei der Bewertung von Unternehmen einen Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit“, so Aneta Wynimko. Das spiegelt sich in dem relativ hohen Anteil von Beteiligungen wider, die von MSCI ESG mit „BBB“ und besser bewertet werden: 90 % für den Fidelity Funds - Sustainable Consumer Brands Fund (zum 31. Mai 2022). 

Wie geht es den Verbrauchern?
Diese Schlüsselfrage wird auch die zweiten Jahreshälfte prägen – davon ist Aneta Wynimko überzeugt. Qualitativ hochwertige Unternehmen können Preise setzen und die Renditen der Anleger schützen. Auch im aktuellen Umfeld hoher Inflation und steigender Zinsen.

Fondsmanagerin Aneta Wynimko:

„Entscheidend für Anleger ist, qualitativ hochwertige Unternehmen mit einem robusten Geschäftsmodell, einer starken Bilanz und einer starken Marke zu identifizieren.“

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1 Quelle: JP Morgan Umfrage, Mai 2022

Fidelity Sustainable Consumer Brands Fund

In globale Marken investieren — mit Fokus auf Nachhaltigkeit

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Chancen und Risiken des Fidelity Sustainable Consumer Brands Fund

Chancen
Risiken
  • Anleger können an der Entwicklung vielversprechender Markenanbieter aus der ganzen Welt teilhaben.
  • Der Wert der Anteile des Aktienfonds kann schwanken und wird nicht garantiert.
  • Die Titelauswahl gründet auf intensiven Analysen und zielt auf eine überdurchschnittliche Wertentwicklung.
  • Der Fonds hält zum großen Teil Titel in Fremdwährungen. Änderungen der Wechselkurse können zu Wertverlusten führen.
  • Nachhaltig orientierte Anleger haben die Chance, von einem Fonds zu profitieren, für den wir schwerpunktmäßig Unternehmen mit guten Umwelt-, Sozial- und Managementstandards bevorzugen. Für die Auswahl nutzen wir unsere hauseigenen Analysen.
  • Der Fonds fördert ökologische und/oder soziale Merkmale. Der Fokus auf Wertpapiere von Unternehmen, die Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigen, kann die Wertentwicklung positiv oder negativ beeinflussen, auch im Vergleich zu Anlagen, die einen solchen Fokus nicht aufweisen. Die Nachhaltigkeitsmerkmale von Wertpapieren können sich ändern.

 

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Wert der Anteile kann schwanken und wird nicht garantiert. Fremdwährungsanlagen sind Wechselkursschwankungen unterworfen. Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage des Kundeninformationsdokumentes „Wesentliche Anlegerinformationen" und des veröffentlichten Verkaufsprospektes, des letzten Geschäftsberichtes und - sofern nachfolgend veröffentlicht - des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Professionelle Anleger und Vertriebspartner erhalten diese Unterlagen in Deutschland kostenlos über FIL Investment Services GmbH, Postfach 20 02 37, 60606 Frankfurt am Main oder über www.fidelity.de. Privatanleger können die zuvor genannten Unterlagen kostenlos bei der jeweiligen Fondsgesellschaft oder bei der FIL Fondsbank GmbH, Postfach 11 06 63, 60041 Frankfurt am Main, oder über https://direct.fidelity.de/ anfordern. Anleger im Bereich Betriebliche Vorsorge können die genannten Unterlagen bei FIL Finance Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de anfordern. Die im Text genannten Unternehmen dienen nur der Illustration und sind nicht als Kaufs- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen. FIL Investment Services GmbH veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen und erteilt keine Anlageempfehlung.

Herausgeber für Privatkunden: FIL Fondsbank GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.
Herausgeber für den Bereich Betriebliche Vorsorge: FIL Finance Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg
Herausgeber für professionelle Anleger und Vertriebspartner: FIL Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus 

Herausgeber für institutionelle Anleger: FIL (Luxembourg) S.A., 2a, rue Albert Borschette BP 2174 L-1021 Luxembourg. Zweigniederlassung Deutschland: FIL (Luxembourg) S.A. - Germany Branch, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.

Stand, soweit nicht anders angegeben: Juli 2022. MK14236