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Multi-Asset: Warten auf neue Gewissheit

Henk-Jan Rikkerink

Henk-Jan Rikkerink - Global Head of Solutions and Multi Asset

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Inflation, nachlassendes Wachstum in China, politische Unwägbarkeiten - dies sind einige Risikofaktoren, die die weltweite Marktentwicklung beeinträchtigen könnten. Das führt dazu, dass wir Aktien im Jahr 2022 neutral gegenüberstehen. Zudem dürften die Schwankungen an den Aktienmärkten in den kommenden Monaten zunehmen. Auch bei Anleihen ist das Bild gemischt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktienkurse profitieren weiter von Unterstützung durch Regierungen und Notenbanken.
  • Die Inflation belastet Großbritanniens Wirtschaft. Steigende Renditen und Zinsen dürften die Situation noch verschärfen.
  • Investment-Grade-Anleihen verlieren an Attraktivität. Hochzinsanleihen dürften außergewöhnlich niedrige Ausfälle verzeichnen.

Aktien der Industrieländer dürften auch im Jahr 2022 besser abschneiden als Titel aus den Schwellenländern, was vor allem auf Unterschiede bei Impfraten und Geldpolitik zurückzuführen ist. US-Aktien werden dank ihres defensiven Charakters und der stützenden Kräfte von Politik und Notenbank voraussichtlich eine starke Wertentwicklung erzielen – gerade, wenn es an den globalen Aktienmärkten wie erwartet volatil zugeht. Auch in Japan stehen die Chancen auf ein starkes Aktienjahr dank der hohen Impfrate gut. Die Aussichten für die Region Asien ohne Japan sind dagegen gemischt. China ist ein Unsicherheitsfaktor. Es bleibt schwierig, den politischen Kurs vorherzusagen. 

Schwierige Aussichten für US-Staatsanleihen

2022 wird die US-Notenbank Federal Reserve ihre Anleihekäufe auslaufen lassen. Gleichzeitig dürfte die Inflation weiter anziehen. In den Vereinigten Staaten erwarten wir 2022 bei festverzinslichen Wertpapieren daher steigende nominale – aber nicht reale – Renditen. Bei britischen Staatsanleihen sind wir optimistischer, wenngleich wir die schärfere Rhetorik der Bank of England für einen Fehler halten. Großbritanniens Wirtschaft steht bereits durch die Inflation unter Druck. Steigende Renditen und Zinsen würden die Situation hier nur weiter verschärfen. Das Ende des Furlough-Programms, das während der Pandemie viele Stellen gesichert hat, könnte auch den Arbeitsmarkt beeinträchtigen. Die Bank of England wird dann entweder gezwungen sein, einen Rückzieher zu machen, oder steigende Zinsen werden das Wachstum verlangsamen und wie Gift auf die Gilts wirken, die von der britischen Regierung ausgegebenen Wertpapiere. 
 

Niedrige Ausfallquoten

Investment-Grade-Anleihen verlieren an Attraktivität. Die Zinsdifferenz zu Hochzinsanleihen – der sogenannte Spread – ist gering, die Gesamtrenditen sind niedrig, und wir sehen kaum Zeichen dafür, dass sich dies in der nächsten Zeit ändern könnte. Auch die Fundamentaldaten sind, verglichen mit der Vergangenheit, bescheiden. Selbst wenn sie sich verbessern sollten, würde dies unserer Ansicht nach durch die zu erwartende schlechtere Kreditqualität wieder aufgehoben.
Hochzinsanleihen dürften hingegen außergewöhnlich wenige Ausfälle verzeichnen. Liquidität ist nach wie vor reichlich vorhanden und die Nachfrage nach Renditequellen groß – beides sind unterstützende Faktoren, die erhalten bleiben dürften. Einige Sektoren wie Energie sind dabei besonders attraktiv, weil sich die Spreads dort verringern könnten. Aber auch die niedrigere Zinssensitivität macht die Anlageklasse mit Blick auf potenziell steigende Renditen bei Staatsanleihen interessant.

Die Aussichten für den US-Dollar sind angesichts seiner defensiven Eigenschaften und mit Blick auf die Haushaltsausgaben, die US-Notenbankpolitik sowie das schwächere Wachstum in China positiv. Wir gehen davon aus, dass der Euro relativ gesehen schlechter abschneiden wird, da der Spielraum für Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank 2022 begrenzt ist.

Fazit

Auf dem Weg ins Jahr 2022 dominiert an den Kapitalmärkten die Unsicherheit. Die Realzinsen dürften das gesamte Jahr über niedrig ausfallen – zulasten von Staatsanleihen. In diesem Umfeld sind alternati¬ve Anlagen eine attraktive Option, um das Multi-Asset-Portfolio defensiver aufzustellen. Chancen eröffnen sich angesichts der jüngsten Turbulenzen auf dem Energiemarkt besonders im Bereich der erneuerbaren Energien. Unternehmen aus diesem Sektor zeichnen sich meist durch äußerst stabile Cashflows aus, die kaum mit Aktien oder Anleihen korrelieren.

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