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Grüne Energien für schwarze Zahlen

Andreas Telschow

Andreas Telschow - Vertrieb Privatkunden

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Aktuelle Energiekrise und langfristige Energiewende haben fundamentale Auswirkungen auf Investitionen im Energiesektor. Wenn Unternehmen und Verbraucher sich weg von konventionellen und hin zu erneuerbaren Energien bewegen, können auch Anleger profitieren.

Ob im europäischen Wohnungsbau oder bei der Reparatur des amerikanischen Stromnetzes – die Energiewende ist da. Sie vollzieht sich in manchen Ländern allerdings schneller als in anderen. Das hat mehrere Ursachen: Da ist zum einen der starke Preisanstieg bei Erdöl und Gas, vor allem hervorgerufen durch den Krieg in der Ukraine. Haushalte und Unternehmen, die schon früher auf nachhaltige Quellen wie Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft und Erdwärme umgestiegen sind, sind davon natürlich weniger betroffen als solche, die noch auf konventionelle, kohlenstoffhaltige Energiequellen setzen.

Und das sind allein im privaten Wohnen immer noch die meisten: Laut des Statistikportals Statista hatte im vergangenen Jahr (2021) knapp die Hälfte der Wohnungen im Bestand eine Gasheizung, rund ein Viertel nutzte demnach Heizöl. Auch bei neuen Häusern und Wohnungen setzten bis 2020 vier von zehn Bauherren (39%) noch auf Erdgas.1 Und die neue Gas- und Wärmepreisbremse in Deutschland wird wohl erst ab März greifen.2 

Auf die bereits angespannte Lage in der Energieversorgung trifft nun der Klimawandel mit voller Wucht, erhöht den Druck auf die traditionelle Energieerzeugung und -versorgung, verlangt nach Alternativen.

„Umweltfreundlichere Gebäude mit geringerem Energiebedarf werden immer attraktiver“

Nicht zu vergessen ist die staatliche Regulierung: Um die globalen Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 zu erreichen, sollen in Deutschland die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65% gegenüber 1990 reduziert werden, und bis 2045 soll Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das verlangen auch die Europäische Union und Bundesregierung.

Unternehmen und Verbraucher in der EU sollen deshalb dazu motiviert werden, Energie zu sparen und auf nachhaltige Energiequellen umzusteigen. Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck erwartet, dass mit staatlicher Hilfe ab 2024 eine halbe Million Wärmepumpen jährlich in Betrieb gehen soll – das Dreifache dessen, was 2021 an neuen Pumpen startete.3

Allerdings fördert der deutsche Staat noch den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas, kritisiert Viviane Raddatz. Die Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF, einer der größten internationalen Natur- und Umweltschutzorganisationen, spricht von „65 Milliarden Euro klimaschädlicher Subventionen jährlich in Deutschland“.4

Dabei sind sich Privatverbraucher der prekären Lage durchaus bewusst – und handeln entsprechend, hat Raddatz beobachtet: „Die Leute haben diesen Sommer alle Fotovoltaikanlagen und Wärmepumpen gekauft, die es am Markt überhaupt gab.“ Ob trotz oder gerade wegen der Energiekrise und Sorgen vor nicht nur einem kalten Winter: Für viele Menschen und Unternehmen sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer mehr ein treibender Faktor bei Investitionsentscheidungen.

Dafür braucht es aber auch die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen. So habe Deutschland mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seit 2000 die Voraussetzungen für einen globalen Siegeszug der erneuerbaren Energien geschaffen. „Die seither installierten Anlagen übertreffen selbst die früheren Prognosen von Greenpeace, von denen der Internationalen Energieagentur ganz zu schweigen“, stellt die Expertin des WWF fest.

Weniger Energieverbrauch in Einklang mit Wirtschaftlichkeit bringen

Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege von Fidelity International, bestätigt, dass bei vielen Firmen das Bewusstsein und die Bereitschaft durchaus vorhanden seien, „die Kriterien für weniger Energieverbrauch in Einklang mit der Wirtschaftlichkeit zu bringen“. Das wiederum habe Auswirkungen auf den Kapitalmarkt: „Die Finanzströme werden mittel- bis langfristig in diese Richtung gehen.“

Raddatz verweist darauf, dass die Fortschritte durch erneuerbare Technologien dazu beitragen, Energiepreise zu senken. Raddatz sagt: „Wir haben heute bereits die Technologien, und die klingen gar nicht mehr so nach Zukunftsmusik wie noch vor fünf, zehn Jahren.“

Beispiele gibt es genügend: etwa im Hausbau, wo Gebäude mit Solarflächen auf den Dächern und fotovoltaikbeschichteten Fenstern ihre Energie selbst produzieren; bei der Planung neuer Stadtviertel, die dank Digitalisierung und ständiger Datenauswertung leiser und großzügiger sein können als früher; bei der Gewinnung klimaschonender, synthetischer Treibstoffe für die Luft- und Raumfahrt; im Personentransport durch Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb – oder indem man einfach mal öfter aufs Rad statt ins Auto steigt.

Hier finden Sie die passenden Lösungen, um verantwortungsvoll in Themen und Märkte zu investieren - nachhaltige Fonds und nachhaltige ETFs.

(Umfang: 625 Wörter, 4.697 Zeichen inkl. Leerstellen, ohne Quellenangaben und Überschrift – SOLL: max. 5.000 Zeichen)

Quelle: 

1 Portfolio-institutionell.de, Oktober 2022, S. 46: „Der Weg zur Wärmewende führt in die Tiefe und in die Ferne
2 Handelsblatt.com, 02/11/2022: „Wie Entlastungen durch die Gaspreisbremse versteuert werden sollen
3 WiWo.de, 27/07/2022: „Japanischer Wärmepumpen-König will deutsche Heizungsbauer abhängen
4 Fidelity Finanztalk, 18/10/2022 mit Viviane Raddatz: „Was, wenn die Energiewende gelingt?“

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