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Dezember 2021 – Omikron schürt Unsicherheit

Tappe & Telschow

Tappe & Telschow - Marktbericht

In Kürze:

  • Die neue Virusvariante Omikron und die weiter bestehenden Probleme bei den Lieferketten trüben die Aussichten für den Winter.
  • Besonders in Europa ist die Situation zurzeit wenig überschaubar. In China besteht derweil die Hoffnung, dass der Regulierungsdruck künftig nachlässt.
  • Chancen ergeben sich zurzeit eher in den USA. Insgesamt sollten Anleger nun aber behutsam vorgehen und eine verbesserte Informationslage abwarten.

Bleibt die Jahresendrally dieses Jahr aus?

Die Einschätzung unserer Experten aus der Privatkundenbetreuung Andreas Telschow und Maurice Tappe zu diesem Thema können Sie hier sehen.
(Dauer: 9:16 Minuten)

Omikron, Inflationsprognosen und Situation in China sorgen für Verunsicherung

Die aktuelle Lage der Covid-19-Pandemie ist gleich auf zweierlei Weise beunruhigend: Nicht nur, dass die Infektionszahlen global wieder rapide angestiegen sind – auch die neue Virusmutation Omikron schürt überall Unsicherheit. Katapultiert sie uns zurück in überwunden geglaubte Zeiten?

Eine klare Antwort darauf gibt es bislang nicht. Zu wenig ist derzeit über die Variante bekannt. Ihr Aufkommen ist aber ein Weckruf: Solange die Menschen weltweit mehrheitlich nicht geimpft sind, schwelt die Gefahr von immer neuen Mutationen. Und eine Rückkehr zu strengeren Anti-Corona-Maßnahmen würde die Wirtschaft erneut empfindlich treffen. Neben Omikron sorgen auch weitere Faktoren für Verunsicherung: Darunter die Inflationsprognosen und die weiterhin schwierige Situation in China.

Konjunkturzyklus intakt, US-Wirtschaft vergleichsweise robust

Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass die Inflation im ersten Quartal des neuen Jahres ihren Höhepunkt erreicht, sich im Jahresverlauf aber abschwächen wird. Die Analysten von Fidelity sind davon überzeugt, dass der bestehende Aufschwung noch lange nicht vorbei ist. Allerdings sehen die Experten abhängig von Region und Anlageklasse einige Unterschiede. 

So sind die Wachstumschancen in den USA zum Beispiel besser als in Europa. Zuletzt feierten dort besonders die Gesundheitsbranche und der IT-Sektor Erfolge. Die Gewinnsaison für das vergangene dritte Quartal war deutlich stärker als erwartet. Die Kaufkraft der Verbraucher scheint sich nun allerdings leicht abzuschwächen, da der Inflationsdruck steigt und die fiskalische Unterstützung nachlässt. Das trifft am ehesten den Konsumgüterbereich. Wegen des Omikron-Aufkommens haben die Analysten zudem ihre bisherige Einschätzung steigender Renditen von US-Staatsanleihen revidiert. Hier ist es aus Anlegersicht besser, erst einmal abzuwarten, bis mehr Klarheit herrscht. 

Aktienmärkte in Japan und China mit niedrigen Bewertungen

Ein anderes Industrieland, das zurzeit gute Anlageoptionen eröffnet, ist Japan. Zuletzt hatten vor allem die Unterbrechungen der Lieferkette und die chinesische Konjunkturabschwächung dem japanischen Aktienmarkt zugesetzt. Die Corona-Situation hat sich vorerst allerdings verbessert. Seit der Parlamentswahl und damit verbundenen Nachrichten um mögliche fiskalische Anreize herrscht obendrein sehr viel mehr Optimismus. Die Bewertungen sind gerade zudem niedrig.

Zuletzt sorgte vor allem China als Sorgenkind der Finanzmärkte immer wieder für Aufsehen. Die Situation dort bleibt zwar angesichts des stockenden Wachstums vorerst wackelig. Dennoch ist der Blick auf chinesische Aktien inzwischen wieder positiver. Die Analysten gehen davon aus, dass der Druck, den die Regierung in Peking mittels harter Reformen ausgelöst hat, seinen Höhepunkt erreicht hat und künftig wieder nachlassen wird. Die Bewertungen chinesischer Unternehmen sind aktuell niedrig. Das bietet einige Optionen für eine Anlage in dieser Region, auch für die asiatischen Schwellenländer insgesamt: Eine Wiederaufnahme der Lieferkette könnten die Exporte und das verarbeitende Gewerbe unterstützen. 

In Europa herrscht weniger Optimismus

Im Euroraum hatten sich die Verbraucher zuletzt einigermaßen widerstandsfähig gezeigt, was den Konsumgüterbereich gestärkt hat. Aktuell wird vor allem über die rapide gestiegenen Energiekosten diskutiert. Aber auch die Corona-Lage hat sich durch die steigenden Fallzahlen und die erneuten Ausgangsbeschränkungen in mehreren Ländern verschlechtert. Das könnte die wirtschaftliche Erholung verlangsamen. Zudem beobachten die Analysten von Fidelity, dass die britische Wirtschaft zunehmend mit Gegenwind konfrontiert ist. Das Wachstum im Vereinigten Königreich beginnt zu kippen und der rasante Anstieg der Rohstoffpreise könnte dem britischen Index schaden.

Mit Blick auf die Sektoren gefährdet das Auftreten der neuen Virusmutation vor allem den internationalen Reiseverkehr. Das dürfte dem Ölpreis, bei dem die Dynamik von Angebot und Nachfrage in den vergangenen Wochen stark aus dem Gleichgewicht geraten ist, wieder etwas Druck nehmen. 

Fazit

Die ersten Anzeichen der weltweiten konjunkturellen Erholung haben durch die neue Omikron-Variante teils einen Dämpfer bekommen. Die Zeichen stehen zurzeit weiterhin auf Zurückhaltung. Anleger sollten erst einmal die weiteren Entwicklungen abwarten. Derzeit sieht es so aus, als ob sich Chancen eher in den USA und in Japan als in Europa ergeben.

Kapitalmarkt-Blog mit Carsten Roemheld

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