Fidelity für institutionelle Anleger
 

Marktausblick

Globales Wachstum schwächt sich ab, ist aber nach wie vor solide

1. November 2016 – Lesen Sie hier den aktuellen Marktausblick von Anna Stupnytska, Global Economist bei Fidelity Multi Asset.

  • Global

    Nach seinem Tiefpunkt zu Jahresbeginn hat das Weltwirtschaftswachstum leicht Fahrt aufgenommen. Die für die aktuelle Wachstumsdynamik verantwortlichen zyklischen Faktoren sind zwar bislang noch spürbar, die jüngste Wachstumsbeschleunigung könnte aber bald zu Ende sein. Ausschlaggebend für das konsumgetriebene Wachstum bleibt die in den meisten Industrieländern solide Tendenz bei Beschäftigung und Reallöhnen. Allerdings sollten Anleger das zuletzt etwas schwächere globale Verbrauchervertrauen im Auge behalten. Rund um den Globus sind die Finanzierungsbedingungen unverändert entspannt. Das gilt vor allem für Großbritannien sowie die USA und weniger für Japan, wo sich die Kreditkonditionen seit Jahresbeginn erheblich verschärft haben. Großbritannien könnte so in den nächsten Monaten eine Rezession vermeiden. Die durch den Brexit hervorgerufenen Unsicherheiten dürften das Wachstum aber zunehmend bremsen, was sich in abgeschwächter Form auch im Euroraum bemerkbar machen könnte.

    In nächster Zeit könnte es weltweit zu einer Straffung der Kreditkonditionen kommen. Dafür sprechen die wahrscheinliche Zinserhöhung der Fed im Dezember und die Tatsache, dass weder der Bank von Japan (BoJ) noch der Europäischen Zentralbank (EZB) oder der Bank von England (BoE) momentan der Sinn nach weiteren umfangreichen Stimulusmaßnahmen stehen dürfte. Langsam, aber sicher geht den großen Zentralbanken das Pulver aus und die Zweifel wachsen, ob zusätzliche geldpolitische Maßnahmen die Nachfrage spürbar ankurbeln werden. Daher ist es wohl an der Fiskalpolitik, die Wirtschaft mit Konjunkturspritzen aus dem Tief zu holen. In den nächsten Monaten dürfte sich der Fokus daher von geld- zu fiskalpolitischen Stimulusmaßnahmen verschieben. 2017/18 ist an allen großen etablierten Märkten, konkret in den USA, in Großbritannien, Japan und dem Euroraum, mit einem fiskalischen Stimulus zu rechnen.

    2017 dürften die Sorgen um China wieder aufflammen. Obwohl aus jetziger Sicht nicht unmittelbar mit einer harten Landung zu rechnen ist, ist der Höhepunkt des aktuellen Minizyklus wohl überschritten, da die Wachstumsziele vermutlich erreicht werden und die Nebenwirkungen der letzten Stimulierungsmaßnahmen langsam spürbar werden. In dieser Hinsicht beurteilen wir die Schritte, einer Blasenbildung am Immobilienmarkt durch Hypothekenbeschränkungen entgegenzuwirken, zunehmend skeptisch. Das Zurückfahren der Stimulusmaßnahmen in China und die daraus resultierende Verlangsamung des Wachstums und der Druck auf den Renminbi dürften für die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten ein größeres Risiko darstellen als die US-Wahlen. Eine Abkühlung in China dürfte zusammen mit der restriktiveren Geldpolitik der Zentralbanken in den Industrieländern erneut die Schwachstellen der Schwellenländer aufdecken. Die Entwicklung in den Schwellenländern bleibt uneinheitlich und nur wenige von ihnen glänzen derzeit mit starken Fundamentaldaten.

  • USA

  • Eurozone

  • Großbritannien

  • Japan

  • China

  • Schwellenländer

Lesen Sie hier die vollständige Ausgabe:

Kontakt

KontaktSie sind interessiert an unserem Angebot für institutionelle Anleger? Kontaktieren Sie uns.

E-Mail-Newsletter

E-Mail-NewsletterAbonnieren Sie hier Institutional News und informieren sich zu aussichtsreichen Investmentansätzen – exklusiv für institutionelle Anleger.