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Asiatische Aktien

Makroausblick Februar 2021

Autoren: Eugene Philalithis, George Efstathopoulos, Becky Qin

Überblick

Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) schlossen im Januar im positiven Bereich. In den ersten drei Wochen des Monats hatte sich der Markt angesichts positiver Wirtschaftsdaten aufwärtsbewegt, bevor es in der letzten Woche zu einem starken Kursrückgang kam. Anfänglich hatten die Marktteilnehmer aufgrund der weltweiten Einführung von Impfstoffen gegen das Coronavirus und der Aussicht auf weitere fiskal- und geldpolitische Anreize in den USA über neue Virusvarianten und das Risiko erneuter Einschränkungen hinweggesehen. Später wandten sich die Investoren jedoch von riskanten Anlagen ab, als eine Gruppe von Kleinanlegern einen Kaufrausch bei Aktien auslöste, bei denen umfangreiche Short-Positionen seitens großer US-Hedgefonds bestanden. Die Folge waren verstärkte Kursausschläge an den globalen Börsen.

In diesem Umfeld erzielten Aktien aus Bereichen Kommunikationsdienste, Zyklischer Konsum und Informationstechnologie (IT) mit die beste Wertentwicklung. Dagegen blieben Titel aus den Sektoren Immobilien und Versorger deutlich zurück. Auf Länderebene profitierten chinesische Aktien von einer Erholung der Nachfrage sowohl auf dem Inlandsmarkt als auch im Ausland. Die Stimmung schwächte sich jedoch später ab, als sich die Anleger auf ungünstiger werdende Finanzierungsbedingungen und steigende kurzfristige Zinsen konzentrierten. Dies löste Gerüchte über eine Straffung der Geldpolitik durch die chinesische Notenbank aus. In Hongkong beflügelten starke Kapitalzuflüsse seitens institutioneller Anleger aus Festlandchina im Rahmen von Stock Connect-Programmen die Aktienkurse. Die Notierungen an den Aktienmärkten Taiwans und Koreas legten ebenfalls zu, da ermutigende Exportdaten aus beiden Ländern die Stimmung der Anleger hoben. Der Markt in Singapur blieb im Monatsverlauf widerstandsfähig.

Regionale Perspektive

Die anhaltende Belebung der chinesischen Konjunktur deutet darauf hin, dass die Unternehmensgewinne nach der Erholung im Jahr 2020 noch weiter steigen können. Allerdings gilt es mittlerweile, die Aktienbewertungen sorgfältiger zu beobachten. Die diesbezüglichen Risiken nehmen zu, denn die Bewertungsprämie des chinesischen Markts liegt in der Nähe der Höchststände der letzten 10 Jahre. Die bislang lockere Geldpolitik wird allmählich neutral ausgerichtet, während eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China weiterhin Sorgen bereitet.

Die Aussichten für die Wirtschaft in Hongkong hellen sich auf, während das Wachstum durch fiskalpolitische Anreize angekurbelt wird. Allerdings dämpfen fortbestehende Vorschriften zum Abstandhalten die Begeisterung der Anleger. Eine erfolgreiche Einführung von Impfstoffen gegen das Coronavirus sollte jedoch eine breitbasierte Erholung der Aktienkurse unterstützen. Unternehmen, die vom Wirtschaftswachstum Chinas profitieren, verfügen immer noch über die besten Aussichten auf Ertragssteigerung. Ihre Aktienbewertungen erscheinen auch im Vergleich zu den Notierungen an den Inlandsbörsen gut.

Indien hat zwar die weltweit zweithöchste Zahl an Coronavirus-Infektionen, die allmähliche Belebung der Konjunktur deutet aber darauf hin, dass die Wirtschaft vielleicht das Schlimmste hinter sich hat. Eine kontinuierliche Verbesserung der Wirtschaftslage ist notwendig, da der Staat nur über begrenzten fiskal- und geldpolitischen Spielraum verfügt, um der Konjunktur weitere Impulse zu geben. Die Inflation hat sich in letzter Zeit abgeschwächt, ausgelöst von einer nachlassenden Teuerung bei Lebensmitteln. Sollte die Preissteigerung aber wieder unerwartet steigen, könnte dies Druck in Richtung auf eine Straffung der Geldpolitik erzeugen. Die bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten unterminieren in gewisser Weise den Bewertungsvorteil, den der indische Aktienmarkt gegenüber den Börsen im übrigen Asien aufweist.

Die Erholung der japanischen Wirtschaft ist nach wie vor intakt und die Aussichten für die Unternehmensgewinne verbessern sich. Unterdessen hat die neue Regierung ermutigende Aussagen zur Fortsetzung der vom früheren Premierminister Abe begonnenen Reformen gemacht. Japanische Unternehmen verfügen zudem über einen hohen Bestand an Liquidität, wodurch sich Dividendenkürzungen in Grenzen hielten – ein wichtiger Aspekt für Anleger, die auf laufende Erträge ausgerichtet sind.

Die Prognosen für die Unternehmensgewinne in den Volkswirtschaften Nordostasiens sind die höchsten in der Region. Ursächlich dafür ist zum einen die starke Ausrichtung auf die sich verbessernde Konjunktur in China, zum anderen die langfristig hohe Nachfrage nach Halbleitern sowie die wachstumsfördernde Geld- und Fiskalpolitik in der Region. Allerdings gibt es mittlerweile weniger positive Faktoren, die für eine anhaltende Outperformance sorgen könnten.

Zwar wird erwartet, dass die Geld- und Fiskalpolitik in Ländern des ASEAN-Verbunds konjunkturstützend bleibt, doch sind die Aussichten für die Unternehmensgewinne in den meisten Volkswirtschaften weniger günstig als in der übrigen Region. Dabei wird in stark vom Tourismus abhängigen Ländern die Erholung wahrscheinlich länger brauchen als in exportorientierten Staaten, da die Regierungen weltweit bei der Wiedereröffnung der Grenzen konservativ verfahren dürften. Singapur scheint jedoch gut positioniert zu sein, und wir sehen dort Kurspotential speziell bei Banken und REITs.

Die Gewinnrevisionen bei australischen Börsentiteln haben sich wieder in den positiven Bereich bewegt, während sich die Binnenwirtschaft von der Pandemie erholt, angeführt von der Konsumnachfrage. Eine Herausforderung bleibt jedoch das externe Umfeld. Dieses ist infolge der geschwächten Exportnachfrage, des fehlenden Tourismus und der politischen Spannungen mit China eingetrübt. Die durchschnittlichen Bewertungen am australischen Aktienmarkt erscheinen vor diesem Hintergrund angemessen.

Fondsbeispiele

  • Fidelity Funds - Asia Pacific Opportunities Fund
    Der Fonds strebt langfristiges Kapitalwachstum an. Er verfolgt einen fundamentalen Bottom-up-Ansatz, um ein Portfolio mit hoher Überzeugung aufzubauen, bei dem jede Beteiligung einen bedeutenden Beitrag zur Gesamtperformance des Fonds leisten kann. Das Portfolio besteht zu mindestens 70% aus Aktien von Unternehmen, die ihren Hauptsitz oder einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit in Ländern im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) haben. Das Risiko wird durch eine angemessene Diversifizierung des Portfolios gemindert, mit einem besonderen Augenmerk auf Aktienkorrelationen. Obwohl die Positionierung weitgehend stilneutral ist, kann sie eine konträre oder Value-Tendenz aufweisen. Die Aktienauswahl basiert auf einer Kombination aus Stimmungsindikatoren, Bewertung und Fundamentalresearch. Die durchschnittliche Haltedauer beträgt mehr als zwei Jahre.
  • Fidelity Funds - Sustainable Asia Equity Fund
    Der Fonds strebt langfristiges Kapitalwachstum an. Er investiert mindestens 70% in Aktien von Unternehmen, die an Börsen in Asien exklusive Japan notiert sind, wobei der Schwerpunkt auf hochwertigen Unternehmen mit nachhaltigen Wachstumsaussichten liegt, die zu attraktiven Bewertungen gehandelt werden. Der rigorose Bottom-up-Prozess begünstigt Aktien mit Bewertungen, die aufgrund kurzfristiger Marktbedenken von mittel- bis langfristigen Fundamentaldaten losgelöst sind, sowie zyklische Aktien, die unter ihren historischen Durchschnittsbewertungen gehandelt werden und bei denen sich die Fundamentaldaten allmählich verbessern. Ein starker Schwerpunkt liegt auf der Corporate Governance und der Managementqualität eines Unternehmens.
  • Fidelity Funds - China Consumer Fund
    Der Fonds strebt langfristiges Kapitalwachstum an. Dazu investiert er in ein konzentriertes Portfolio mit relativ hohem aktivem Cash-Anteil, wobei er sich auf Aktien konzentriert, die ein hohes Renditeprofil aufweisen und langfristig ein nachhaltiges Wachstum erzielen können. Der Fonds hält mindestens 70% in Aktien von Unternehmen, die ihren Hauptsitz oder einen Großteil ihrer Aktivitäten in China oder Hongkong haben und im chinesischen Konsumgeschäft tätig sind. Über- oder Unterreaktionen des Marktes auf Veränderungen werden als Einstiegsmöglichkeiten genutzt. Die Positionsgrößen basieren auf aktienspezifischen Faktoren und der Risikobewertung auf Portfolioebene, was tendenziell zu einem stabileren Cashflow, einem besseren Gewinnwachstumsprofil sowie zu einem geringeren Bilanzrisiko im Vergleich zum Markt führt. Ein derart hochwertiges Portfolio könnte im Vergleich zum Markt auch teurer sein.
  • Fidelity Funds - China Innovation Fund
    Ziel des Fonds ist es, das hohe Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes zu nutzen. Dazu nutzt er einen thematischen Ansatz für fundamentale Bottom-up-Anlagen in innovativen Unternehmen. Der Fokus liegt auf Wachstum und Qualität zu angemessenen Preisen. Der Fonds kann in jedes Unternehmen investieren, das seine Kriterien sowohl für China als auch für Innovation erfüllt, wobei er sich auf die drei Haupt-Innovationsthemen Lifestyle, Technologie und Umwelt konzentriert. Dies gewährleistet ein breites Anlageuniversum und verringert die Überschneidung mit generischen China-Fonds. Die jeweilige Unternehmensdynamik wird mittelfristig (über die nächsten drei Jahre) beurteilt, was Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen in den frühen Phasen innovativer Beschleunigung ermöglicht.
  • Fidelity Funds - China Focus Fund
    Der Fonds strebt langfristiges Kapitalwachstum an. Ziel ist es, hochwertige Geschäftsmodelle / Managementteams zu finden, die aufgrund kurzfristiger Makrofaktoren unbeliebt sind. Dies hilft bei der Identifizierung von Aktien, die unterbewertet sind, aber langfristig von der strukturellen Wachstumsdynamik Chinas profitieren sollten. Mit einem Value-Investment-Ansatz legt er mindestens zu 70% in Aktien chinesischer Unternehmen an, die in China und Hongkong notiert sind, sowie in nichtchinesische Unternehmen, die einen erheblichen Teil ihrer Aktivitäten in China ausüben. Der Bottom-up-Prozess konzentriert sich auf die Bestimmung des inneren Werts eines Unternehmens bei Marktextremen. Persönliche Treffen mit der Unternehmensführung und die strikte Bewertung des Finanzberichts eines Unternehmens sind wesentliche Bestandteile des Prozesses.
  • China A-Shares Strategie (nur für institutionelle Anleger)
    Die Investmentstrategie nutzt einen stringenten Qualitätsansatz, um im A-Shares-Universum in China Kapitalwachstum zu generieren. Ziel ist es, aktiv in ein Portfolio von 40 bis 60 Aktien mit hoher Überzeugungskraft zu investieren. Sie werden anhand einer Reihe verschiedener Kennzahlen für ein Spektrum möglicher Faktoren ausgewählt, darunter Value, Dynamik, Wachstum und Qualität. Ein teambasierter, langfristiger Managementansatz ermöglicht, Anlageentscheidungen auf Basis von fundamentalem Research unseres umfangreichen Netzwerks und unserer langjährigen Erfahrung in China sowie persönlicher Unternehmensbesuche und Interaktionen mit spezialisierten A-Shares Analysten und Portfoliomanagern zu treffen. Zu den Kaufsignalen gehören eine hohe und nachhaltige Kapitalrendite, solide Finanzdaten, ein solides Management, eine ansprechende Unternehmenskultur und angemessene Bewertung. Ungerechtfertigt hohe Bewertungen oder verhältnismäßig schwache Kaufargumente sind Gründe für den Verkauf.

Wichtige Information

Der Wert von Anlagen und der daraus erzielte Ertrag kann fallen oder steigen, sodass Sie möglicherweise einen geringeren Betrag als den Anlagebetrag zurückerhalten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Richtwert für zukünftige Erträge.
 

  • Der Wert der Anteile der Aktienfonds kann schwanken und wird nicht garantiert.
  • Die Fonds investieren auch in Schwellenländern, für die besondere politische und wirtschaftliche Risiken bestehen können.
  • Die Fonds halten teilweise Titel in Fremdwährungen. Änderungen der Wechselkurse können zu Wertverlusten führen.
  • Die Fonds fördern ökologische und/oder soziale Merkmale. Der Fokus auf Wertpapiere von Unternehmen, die Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigen, kann die Wertentwicklung positiv oder negativ beeinflussen, auch im Vergleich zu Anlagen, die einen solchen Fokus nicht aufweisen. Die Nachhaltigkeitsmerkmale von Wertpapieren können sich ändern.
  • Die Fonds investieren auch in Finanzinstrumente wie etwa Derivate. Dies kann Verlustrisiken und Kursschwankungen erhöhen.
  • Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine zuverlässigen Indikatoren für zukünftige Erträge.
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Stand, sofern nicht anders angegeben: 24. Februar 2021. 

ISG3098 / MK12153