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Umweltfreundlich anlegen: Ein Land der Widersprüche

Die Umweltverträglichkeit der chinesischen Wirtschaft hat globale Bedeutung. China hat daher versprochen, seine CO2-Emissionen ab 2030 nicht mehr weiter zu steigern. Der Strommix soll bis dahin zu mindestens 20 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen. Ab 2060 will das Land CO2-neutral sein.1 Da dies in China überwiegend von der Regierung gesteuert wird, birgt dieser Wandel für Investoren Chancen.

Diese Ziele sind ehrgeizig und erfordern erhebliche Investitionen in neue Technologien und den Energiesektor sowie Subventionen, zum Beispiel für Elektroautos. Das Weltwirtschaftsforum schätzt, dass das BIP Chinas in diesem Jahrzehnt dadurch um fünf Prozent ansteigen könnte. Doch obwohl die Wirtschaft insgesamt von einer solchen Entwicklung profitieren würde, würden bestimmte Bereiche der Wirtschaft auch darunter leiden. Außerdem schätzt das Weltwirtschaftsforum, dass die Weltwirtschaft etwa durch geringere Öl- und Gasexporte nach China leicht an Wachstum einbüßen würde.

Dieser Schritt könnte auch dafür sorgen, dass sich die großen Volkswirtschaften der Welt weiter auseinanderentwickeln. China scheint zuversichtlich zu sein, dass die Vorteile einer grünen Wirtschaftspolitik die Kosten mehr als wettmachen. Die USA haben in den vergangenen Jahren hingegen dazu tendiert, alte Industrien zu schützen anstatt den Wandel zu wagen.

Nur wenige chinesische Unternehmen kennen ihren CO2-Fußabdruck
Fidelity Analystenumfrage: Welcher Anteil der von Ihnen beobachteten Unternehmen wird Ihrer Einschätzung nach bis Ende 2021 ihre Scope 1-, 2- und 3-Emissionen diskutieren?

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Quelle: Fidelity Analystenumfrage, Stand September 2020.

  • Kohle ist nach wie vor Energiequelle Nummer eins - die Kapazitäten von Kohlekraftwerken sind in den letzten zwei Jahren sogar um rund fünf Prozent gewachsen.
  • China generiert jedoch auch mehr Wind- und Solarkraft als jedes andere Land: Zwischen 2006 und 2019 sind die Kapazitäten für Windenergie in China um jährlich 44 Prozent gestiegen.
  • Die Produktion von Palmöl stellt eine wesentliche Einnahmequelle dar und zugleich ein großes Risiko für die Umwelt. Fidelity engagiert sich aktiv, um sicherzustellen, dass der Anbau möglichst nachhaltig gestaltet wird.
  • Chinas Gesamtvolumen an Abfall hat sich zwischen 2008 und 2018 mehr als verdoppelt. Da Deponien an ihre Grenzen stoßen, wird ein größerer Teil dieses Abfalls in Verbrennungsanlagen und andere Behandlungsmethoden geleitet, die weniger flächenintensiv sind. Eine Branche mit großem Wachstumspotential.
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Kohle vs. erneuerbare Energien

China braucht Unmengen an Energie – nicht nur, um die eigene wachsende Wirtschaft und die immer reicher werdende Bevölkerung zu versorgen. China ist auch die „Fabrik der Welt“, sodass die Emissionen für Waren, die im Westen genutzt werden, am Produktionsstandort China entstehen. So ist China zum größten Emittenten von CO2 auf der Welt geworden. Doch das Land hat erkannt, dass ein Wachstum, das eine ungezügelte Verschmutzung der Umwelt in Kauf nimmt, einen zu hohen Preis hat.

In unserem Podcast erfahren, wie Anleger an der chinesischen Energiewende teilhaben können, wie Fidelity den Umgang chinesischer Firmen mit Umweltthemen bewertet und wie sich der Markt für Green Bonds dort entwickelt.

Zum Podcast*

Palmöl

Seit einigen Jahren machen die negativen Umwelteffekte von Palmölplantagen verstärkt Schlagzeilen. Waldbrände und Abholzung, geringere Biodiversität, Vertreibung, Verletzungen von Arbeits- und Menschenrechten sowie Streitigkeiten um Grundbesitz sind nur einige der häufigen Konsequenzen des Anbaus von Ölpalmen in Asien.

Palmöl ist ein weitverbreiteter Rohstoff und ein großer Wirtschaftsfaktor. Entsprechend groß können die positiven Effekte sein, wenn wichtige Produzenten auf eine nachhaltige Praxis setzen. Daher hat Fidelity entschieden, ein genaues Augenmerk auf diesen Sektor zu legen und den Dialog mit der Branche zu suchen. So sieht die ESG-Analyse und das Engagement mit den Akteuren aus:

  • Das Engagement: Fidelity spricht mit der Führung von Palmölproduzenten und ihrem ESG-Team über die Praxis im Unternehmen. Mit Abnehmern von Palmöl diskutieren unsere Analysten, wie sie ihre Lieferkette gestalten und wie sie die Nachhaltigkeit ihrer Zulieferer bewerten. Mit den Käufern von Palmöl sowie mit unabhängigen Organisationen wie Forest Watch sprechen wir über die existierenden ESG-Risiken sowie darüber, wie man den Anbau von Palmöl nachhaltig gestalten kann. Und letztlich erfragen wir von den relevanten Aufsichtsbehörden, wie sie eine nachhaltige Palmölproduktion zertifizieren.
  • Die Bewertungsfaktoren: Die Faktoren, die in eine solche Rundumbewertung einfließen, sind vielfältig: Transparenz, Nachhaltigkeitsziele und klare Schritte, um diese zu erreichen, der CO2-Fußabdruck, die Nachverfolgbarkeit der Produktions- und Lieferkette, die Befolgung örtlicher Vorschriften, sowie die Fähigkeit und Bereitschaft der Führungsriege, verantwortungsvoll und nicht zuletzt auch im Interesse von Minderheitseignern zu handeln – das ist nur eine Auswahl der relevanten Faktoren.

Nach der anfänglichen Analyse gilt es, Unternehmen auch in den folgenden Jahren weiter zu beobachten.

In diesem Podcast hören Sie direkt von unseren Analysten, die über Nachhaltigkeitstrends in den Palmöl- und Stahlbranchen sprechen:

Abfallwirtschaft

Die Verstädterung der vergangenen Jahrzehnte hat hunderten Millionen Chinesen dabei geholfen, der Armut zu entkommen. Doch der Preis für die Umwelt war hoch. Vielerorts wachsen die Mülldeponien ins Unermessliche. Chinas Abfallwirtschaft holt immer noch mit dem Wirtschaftswachstum auf, daher sollte sie in den nächsten 5 bis 10 Jahren schneller wachsen als die Gesamtwirtschaft. Selektive Investitionsmöglichkeiten gibt es im Überfluss, da private Unternehmen in verschiedenen Teilen der Versorgungskette aus dem Boden geschossen sind. Eine landesweite Initiative soll die Abfallwirtschaft nun auf ein neues Fundament stellen. Das eröffnet auch neue Möglichkeiten für Anleger.

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