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Aktives Engagement: Wie Fidelity den Wandel vorantreibt

Nachhaltigkeit ist in China ein noch junges Thema. Die Erfahrung internationaler Investoren und ihr Einfluss bei Unternehmen und Aufsichtsbehörden kann das Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen stärken und die Praxis verbessern – mit positiven Folgen für Menschen, Umwelt und Anleger zugleich.

Wer nachhaltig investiert, verfolgt neben dem Renditeziel immer auch weitere Ziele: einen positiven Effekt für die Umwelt und das Klima, faire Arbeitsbedingungen, eine Unternehmensführung, die Verantwortung übernimmt gegenüber Konsumenten, künftigen Generationen, Anlegern, Mitarbeitern und allen anderen, die direkt oder indirekt von den Aktivitäten des Unternehmens betroffen sind. Das Engagement aktiver Investoren macht es möglich, solche positiven Effekte zu erzielen. Die Strategien sind vielfältig.

Wie wir aktiv auf Unternehmen zugehen

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Stimmrechtsausübung

Wann immer möglich, nehmen wir unser Stimmrecht wahr. Unsere Teams zur Stimmrechtsvertretung arbeiten an strategisch wichtigen globalen Standorten: darunter London, Singapur und Japan.

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Aktionärsbeschlüsse

Unser Abstimmungsverhalten in Hauptversammlungen steht im Einklang mit unseren Nachhaltigkeitsprinzipien.

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Treffen mit Unternehmensvertretern

Wir fordern den direkten Dialog mit den Geschäftsleitungen ein und arbeiten eng mit anderen Interessengruppen zusammen, um eine maximale Wirkung zu erzielen.

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Gemeinschaftliches Engagement

Wir arbeiten mit einem breiten Spektrum von Investoren und externen Organisationen wie Climate Action 100+ zusammen. So wollen wir gemeinsam Geschäftsmodelle und ESG-Praktiken verbessern.

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Politik*

Wir arbeiten eng mit Politikern, Branchenverbänden und Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Aktionärsabstimmungen

In China bringt die allmähliche Öffnung des Onshore-Marktes eine stärkere Fokussierung auf die Bedeutung einer guten Stewardship mit sich. Da Anleger auf der ganzen Welt ihre Allokationen in chinesische A-Aktien erhöhen, ist ein aktuelles und detailliertes Verständnis des Zustands der Stimmrechtsausübung und des Engagements in Chinas Onshore-Märkten zunehmend wichtig.
Fidelity nimmt an jeder Aktionärsabstimmung teil, wo durch die Beteiligung ein Stimmrecht besteht. Diese Abstimmungen geben uns die Gelegenheit, Unternehmen gegenüber unsere Ansichten zu Themen wie der Wahl neuer Direktoren, Investitionsplänen und der Berufung von Prüfungsfirmen auszudrücken.

Wir haben eine Studie in Auftrag gegeben, welche sowohl eine eigene Erhebung als auch beispielhafte Belege aus Unternehmensengagements nutzt, um zu zeigen, wie Investoren, Unternehmen und Regulierungsbehörden in China alle eine Rolle beim Aufbau dessen gespielt haben, was heute eine solide Grundlage für nachhaltige Investitionen und Engagement ist. Das klare Bild, das sich aus unserer Studie ergibt, ist das eines stetigen Fortschritts auf der ganzen Linie, wenn es um Investment Stewardship in China geht.

Treffen mit Unternehmensvertretern

Fallstudie: Han’s Laser
Das in Shenzhen gelistete Unternehmen Han’s Laser etwa wurde um Juli 2019 beschuldigt, ein Schweizer Hotel gekauft und aufwendig renoviert zu haben – unter dem Vorwand, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum aufzubauen. Der Umfang des Projekts war so groß, dass das Unternehmen die Transaktion gemäß dem geltenden Gesetz eigentlich offenlegen musste. Doch das tat Han’s Laser nicht. Das Hotel lag im 4000-Seelen-Ort Engelberg und lag 86 Kilometer von Zürich, der nächstgelegenen Großstadt, entfernt.

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Das vermeintliche neue Forschungs- und Entwicklungszentrum von Han’s Laser.

In Gesprächen mit dem Management beteuerte die Unternehmensführung anfangs, dass der Schweizer Touristenort ein idealer Ort sei, um Talente für die Forschung und Entwicklung zu gewinnen und um Unternehmens-Events zu veranstalten. Später gab das Management zu, dass das Projekt womöglich ein „schlechtes“ Investment gewesen sei.

Im Fall von Han’s Laser lag kein Betrug vor, jedoch war die Governance eindeutig mangelhaft. Im Unternehmen fehlten Kontrollmechanismen, sodass das Kapital der Anleger nicht immer in ihrem Interesse eingesetzt wurde. Wir verkauften daraufhin unseren gesamten Anteil am Unternehmen.

Gemeinschaftliches Engagement

Fallstudie: Chinesischer Energiekonzern
Nach mehreren informellen Gesprächen erklärte sich ein chinesischer Öl- und Gasproduzent bereit dazu, mit der Investorengruppe von Climate Action 100+ über seine Nachhaltigkeitsstrategie zu sprechen. Im Telefonat diskutierten wir die Wege, um die CO2-Emissionen des Unternehmens zu reduzieren, sowie Transparenz um dieses Thema. Das Unternehmen erkannte den Klimawandel als Herausforderung für seinen langfristigen Erfolg an und erklärte, dass es mittelfristig seine Geschäfte – entsprechend der politischen Vorgaben – stärker hin zu Erdgas und weg vom Erdöl entwickeln wolle. Dem Unternehmen ist bewusst, dass bei der Erdgasförderung Methan frei wird, und plant auch diese Emissionen zu reduzieren. Eine weitere Säule der Nachhaltigkeitsstrategie sollte sein, erneuerbaren Energien ein stärkeres Gewicht im Produktmix zu geben.

Wir freuten uns, dass das Unternehmen drei Monate nach unserem ersten Austausch seine Anleger informierte, dass es bis 2050 seine CO2-Emissionen auf nahezu null senken wolle. Das war zwar kein unterschriebenes und spezifisches Versprechen, aber es war die erste öffentliche Stellungnahme eines großen chinesischen Staatskonzerns zur CO2-Neutralität. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, in Geothermie, Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekte zu investieren. Diese Maßnahmen könnten auch andere Unternehmen in der Region motivieren, nachzuziehen.

Einen Monat nach dieser Ankündigung sagte Chinas Präsident Xi Jinping, dass das Land bis 2060 CO2-neutral werden wolle. Chinesische Unternehmen haben damit einen weiteren Grund, nachhaltiger zu werden.

Gespräche mit Aufsichtsbehörden

Die chinesische Regierung erkennt an, dass Investoren die Nachhaltigkeitspraktiken in vielen Unternehmen verbessert haben, und ist daher in der Regel offen für Gespräche. Voraussetzung für erfolgreiche Gespräche ist jedoch eine tiefe Kenntnis und Sensibilität bezüglich der örtlichen Kultur.

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Unser ESG-Ansatz auf einen Blick

Wie wir aktiv vorangehen, um nachhaltig zu investieren: kompakt auf 2 Seiten erklärt.

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Ratings großer Agenturen hinterfragen

Viele Unternehmen bieten ESG-Ratings an, die die Umwelt- und Sozialverträglichkeit von Unternehmen sowie die Qualität ihrer Governance bewerten. Gerade in China reflektieren diese Ratings jedoch oft nicht die tatsächliche Situation, sodass einige Unternehmen zu Unrecht abgestraft werden oder profitieren. Daher ist es in diesem Markt sinnvoll, Ratings zu hinterfragen.

Fallstudie: Haitian Flavouring
Haitian Flavouring* ist ein chinesischer Hersteller von Sojasoße, der von Ratingagenturen deutlich schlechter bewertet wurde als der japanische Wettbewerber Kikkoman*. Zu den Gründen zählten laut Agenturen, dass Haitian wenig Nachweise für eine nachhaltige Rohstoffbeschaffung liefere und alle Umsätze aus wasserintensiven Aktivitäten stammten. Kikkoman erhielt in diesen Bereichen gute Ratings – doch nicht, weil das Unternehmen ganz anders mit Rohstoffen und seiner Wasserintensität umging, sondern weil das japanische Unternehmen einfach mehr Transparenz um seine Aktivitäten schaffte.

Analysen von Fidelity zeigten, dass beide Unternehmen die gleichen Sojabohnen nutzen, die Diskrepanz der Ratings also nicht gerechtfertigt war. Haitian verwendet in der Produktion von Sojasoße ausschließlich Bio-Ware aus China und damit keine Bohnen, die mit der Abholzung des brasilianischen Regenwaldes in Verbindung stehen.

Der Anbau von Sojabohnen in Nordostchina basiert auf natürlichen Regenfällen und trägt nicht zur Verschlechterung der Süßwasserversorgung bei. Unsere Analysen zeigen außerdem, dass Haitian – nicht zuletzt auch aus Kostengründen – sogar reguliert, wie viel Wasser für die Reinigung eines Gabelstaplers verwendet werden darf.

Die geringere Transparenz bei Haitian heißt nicht, dass das Unternehmen seinen Wasserverbrauch nicht senkt oder keine Nachhaltigkeitsziele verfolgt. Große Rating-Agenturen nutzen jedoch standardisierte Methoden, um Daten zu sammeln. In einem Markt, wo nur wenige Standards bei der Offenlegung von Nachhaltigkeitspraktiken existieren, führen solche einheitlichen Methoden oft zu Fehlern. Auch Sprachbarrieren spielen eine Rolle. Aktive Vermögensverwalter können flexibler auf die örtlichen Gegebenheiten reagieren und Anlageziele präziser bewerten.




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