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Investieren in China: Klartext statt Fachjargon

Investitionen in China setzen ein ganz besonderes Vokabular voraus. Das hat mit der Struktur und der historischen Entwicklung des Markts zu tun.

Anleihearten: Einprägsam, aber wenig aufschlussreich

Neben Onshore- und Offshore-Anleihen gibt es in China auch noch eine Vielzahl anderer Arten, deren Namen - Panda Bonds, Dim Sum Bonds, Mulan Bonds - zwar einprägsam, aber wenig aufschlussreich sind. Unsere Infografik zeigt einige davon:

Chinesische Aktienarten und Devisen

Ähnlich vielfältig wie der Anleihemarkt ist die Bandbreite der Aktienarten. Und obwohl es nur die eine chinesische Währung gibt, können die verschiedenen Bezeichnungen und ihre Bedeutungen für Verwirrung sorgen. Die chinesische Währung wird mal Renminbi, mal Yuan genannt, und diesen gibt es in einer Offshore-Variante (kurz CNH) und einer Onshore-Variante (kurz CNY).

Im Folgenden erfahren Sie, was hinter all den Namen und Abkürzungen steckt, damit Sie sich im Dschungel des Fachjargons zu Anleihe-, Aktien- und Devisenmarkt problemlos zurechtfinden.

Was hinter chinesischen Aktienarten steckt

Wer über ein Investment in chinesische Aktien am Wachstum Chinas teilhaben will, hat eine breite Palette an Möglichkeiten. Die Rede ist hier nicht von den Unternehmen, die ihre Anteile an der Börse platziert haben, sondern von dem halben Dutzend an Aktienarten, die Investoren zur Verfügung stehen. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick.

  • A-Aktien

    A-Aktien sind Anteile an chinesischen Unternehmen, die an den Börsen in Shanghai oder Shenzhen gelistet sind. Sie werden in Renminbi gehandelt und standen in der Vergangenheit nur heimischen Investoren zur Verfügung. Seit der Einführung der Investmentprogramme (R)QFII und Stock Connect haben jedoch auch ausländische Investoren Zugang, und zunehmend werden A-Aktien auch in internationale Aktienindizes aufgenommen.

  • B-Aktien

    B-Aktien sind ebenfalls an Onshore-Börsen gelistet, werden jedoch im Gegensatz zu A-Aktien in den Fremdwährungen US- und Hongkong-Dollar gehandelt, da sie traditionell an ausländische Investoren gerichtet waren. Einige Unternehmen geben sowohl A- als auch B-Aktien aus, jedoch können sich die Bewertungen deutlich unterscheiden.

Die übrigen Aktienarten sind Anteile, die an nichtchinesischen Börsen gelistet sind:

  • H-Aktien

    H-Aktien werden an der Börse in Hongkong in der lokalen Währung gehandelt und stehen ausländischen Anlegern somit uneingeschränkt zur Verfügung.

  • Red Chips

    Red Chips sind ebenfalls in Hongkong gelistet. Ihre Emittenten haben ihren Sitz im Gegensatz zu H-Aktien nicht auf dem chinesischen Festland, jedoch werden sie zu einem großen Teil vom chinesischen Staat kontrolliert. Diese Unternehmen sind vorrangig in China aktiv und durch ihre Notierung an der Börse in Hongkong eine weitere Möglichkeit für ausländische Investoren, vom chinesischen Wachstum zu profitieren.

  • P-Chips

    P-Chips sind den Red Chips sehr ähnlich, unterscheiden sich aber dadurch, dass sie nicht vom chinesischen Staat, sondern von einem chinesischen Unternehmen oder einer Einzelperson aus der Volksrepublik kontrolliert werden.

  • N-Aktien

    N-Aktien sind an den New Yorker Börsen gelistet (NYSE oder NASDAQ). Ihre Emittenten haben ihren formalen Sitz außerhalb Chinas, betreiben ihr Geschäft jedoch vorrangig in der Volksrepublik und werden von chinesischen Unternehmen, Personen oder der Regierung kontrolliert.

  • S-Aktien

    S-Aktien werden an der Börse von Singapur und in der lokalen Währung gehandelt. Die Papiere stehen Anlegern außerhalb Chinas frei zur Verfügung.

Quelle: FTSE Russell (https://research.ftserussell.com/products/downloads/Guide_to_Chinese_Share_Classes.pdf) Stand: Dezember 2019

Yuan, Renminbi, CNY, CNH: Was hinter Chinas Devisennamen steckt

Eine Währung, zwei Namen und zwei Varianten – der Yuan gibt auf den ersten Blick Rätsel auf. Hier führen wir Sie durch den Begriffsdschungel.

Die Namen Yuan und Renminbi werden oft gleichwertig als Bezeichnung für die chinesische Währung verwendet. Streng genommen gibt es jedoch einen kleinen Unterschied: Die Währung Chinas insgesamt heißt Renminbi, die Einheit heißt Yuan. Ein Beispiel: Eine chinesische Aktie wird in Renminbi gehandelt; ein Anteil dieser fiktiven Firma kostet 100 Yuan.

Es wird noch etwas komplizierter: So wie der Euro etwa am Devisenmarkt mit EUR und der US-Dollar mit USD abgekürzt werden, lässt sich auch der Renminbi abkürzen - mit CNY oder CNH. Und im Gegensatz zum Begriffspaar Yuan und Renminbi gibt es hier substanzielle Unterschiede.

Die Abkürzung CNY bezeichnet den „Onshore-Renminbi“, also die chinesische Währung, die in der Volksrepublik zirkuliert. CNH hingegen bezeichnet die Offshore-Variante, die außerhalb Chinas genutzt wird.

Quelle: Nasdaq (https://www.nasdaq.com/articles/cnh-vs-cny-differences-between-two-yuan-2018-09-12) Stand: September 2018

Wie sich CNY und CNH unterscheiden

Der Grund für die Trennung liegt in den strengen Kapitalverkehrskontrollen, die bis heute in China existieren. Der CNH ist international frei handelbar, der CNY nicht. Entsprechend entstehen auch Unterschiede bei den Devisenkursen.

Der Kurs des Offshore-Renminbi wird am freien Markt ermittelt, der der Onshore-Währung wird von der chinesischen Zentralbank kontrolliert. Jedoch liberalisiert die People’s Bank of China den CNY-Kurs seit einigen Jahren etwas. So kann der CNY innerhalb eines schmalen Korridors rund um den Referenzkurs der Zentralbank schwanken.

Da es sich letztendlich aber um dieselbe Währung handelt, sind CNY und CNH zueinander gleich viel wert - der Devisenkurs läge bei eins zu eins.

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