Unabhängig, frei, selbstbestimmt – egal, ob es um Karriere, Familie oder Selbstverwirklichung geht, Frauen auf der ganzen Welt setzen sich inzwischen erfolgreich für ihre Unabhängigkeit ein. Und auch dafür, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Aber was ist damit eigentlich genau gemeint? Während die eine vielleicht davon träumt, mit 40 oder 50 Jahren so vermögend zu sein, dass sie ein Leben ohne Arbeit genießen kann, brauchen andere zur finanziellen Freiheit gar kein großes Vermögen. Tatsächlich stecken dahinter vollkommen individuelle Ziele. Es geht nicht um feste Beträge auf einem Konto, sondern um eine besondere Haltung – und um die Chance, finanzielle Ziele ohne fremde Hilfe zu erreichen. Manche träumen von einem kompletten Neuanfang in einem anderen Land. Andere fühlen sich finanziell frei, wenn sie sich keine Gedanken ums Auskommen im Alter machen müssen. Und wieder andere streben danach, Monat für Monat etwas Geld für ihr Hobby ausgeben oder die nächste Fernreise bezahlen zu können.

Finanzielle Freiheit hat also ganz viele Gesichter. Und gerade, weil die Vorstellungen so unterschiedlich ausfallen, ist es am wichtigsten, sich selbst über die ganz individuellen Ziele klar zu werden – und die passenden Schritte einzuleiten, um sie konkret zu erreichen. Dabei geht’s längst nicht mehr ums Sparen, sondern vielmehr ums Anlegen. Denn auf dem Konto oder Sparbuch erwirtschaftet Geld heute einfach keine Zinsen mehr, vielmehr knabbert die schleichende allgemeine Preiserhöhung nach und nach am Wert. Um sinnvoll Ziele und Träume verfolgen zu können, führt kein Weg an den Finanzmärkten vorbei. Denn die bringen dann nicht nur einen Inflationsausgleich, sondern können attraktive Renditen ermöglichen. Mit anderen Worten: das individuelle Ziel der finanziellen Freiheit in greifbare Nähe rücken lassen.

Beim Start helfen fünf einfache Schritte.

Schritt 1: Kassensturz machen

Bevor es mit dem Anlegen los geht, sollten Sie sich klar machen, was Sie haben – und wo Ihr Geld bislang landet. Zu den Einnahmen zählt womöglich nicht nur das Gehalt, sondern auch Kindergeld, Unterhalt oder Mieteinkünfte. Oder vielleicht liegt bereits irgendwo ein kleines Vermögen oder Erbe, das Sie investieren könnten? Dann gibt es noch das Sachvermögen, also beispielsweise Immobilien. Einen guten Überblick erhalten Sie am besten, wenn Sie sich alle Vermögensgegenstände und Einnahmequellen ganz einfach aufschreiben – total simpel mit Stift und Papier. Daneben können Sie die regelmäßigen Ausgaben auflisten. Und auf ein zweites Blatt notieren Sie, welche Einnahmen und Ausgaben Sie in einigen Jahren erwarten oder sich vornehmen wollen. Dieser doppelte Kassensturz ist sehr hilfreich, um realistische Ziele zu entwickeln. Gleichzeitig wird klar, in welche Lebensbereiche derzeit besonders viel Geld wandert, und wo es sich vielleicht lohnen könnte, das Budget ein wenig zu straffen.

Schritt 2: Altlasten begleichen

Niemals aus dem Minus sparen – das ist die oberste Regel auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Beim Kassensturz fällt Ihnen gleich auf, wohin regelmäßig Geld fließt. Während Sie langlaufende Darlehen für Immobilien oder regelmäßige Ausgaben für die Miete und Co. kaum auf einen Schlag tilgen oder loswerden können, ist das bei Krediten beispielsweise für Küchen, Elektronik oder das Auto eher möglich. Machen Sie sich Stück für Stück von diesen Altlasten frei, sie stehen nämlich jedem Vermögensziel im Weg. Solange Sie Schulden aus der Vergangenheit mit sich herumtragen, ist es wenig sinnvoll, für die Zukunft zu sparen. Vielleicht verlangt es Ihnen etwas Geduld ab, diese Schulden erst abzubezahlen, bevor Sie frisch für die Zukunft anlegen. Es lohnt sich aber auf lange Sicht. Ist aus dem Minus erstmal eine schwarze Null geworden, können Sie den nächsten Schritt angehen.

Schritt 3: Puffer aufbauen

Sind Schulden so weit wie möglich beglichen, gilt es, Ihre Zahlungsfähigkeit sicherzustellen – mit einer Art Notgroschen. Als Daumenregel sollte man ein Finanzpolster in Höhe von drei Brutto-Monatsgehältern anpeilen. Das ist für unerwartete Kosten gedacht, z.B. Reparaturen am Auto oder andere Ausgaben, die direkt fällig werden. Der Puffer sorgt dafür, dass Sie in Notfällen nicht gleich wieder neue Kredite aufnehmen müssen. Was danach übrig bleibt oder monatlich als Überschuss stehen bleibt, können Sie guten Gewissens investieren. Übrigens: Allein dieser Notgroschen kann sich schon nach etwas finanzieller Freiheit anfühlen. Egal, ob Ihnen Ihr Job nicht mehr gefällt, die Beziehung kriselt oder Sie gerade etwas mehr Zeit für die Familie brauchen: Mit einem solch kleinen Vermögen haben Sie mehr Möglichkeiten, den nächsten Schritt im Leben zu planen, ohne schnell in Geldsorgen zu kommen.

Schritt 4: Mutig beginnen

Je früher Sie sich auf den Weg machen, um Ihre finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen, desto einfacher ist es, das Ziel auch zu erreichen. Denn wer schon in jungen Jahren anfängt, mit kleinen Beträgen zu sparen, hat am Ende dank Zinseszinseffekt deutlich mehr auf dem Konto. Andererseits ist es nie zu spät, sich die eigene finanzielle Freiheit zu erarbeiten – auch wenn mit zunehmendem Alter und großen Zielen die finanzielle Anstrengung steigt. Zum Start gibt eine Faustregel Orientierung: Nach Möglichkeit sollten Sie pro Monat etwa 20 Prozent des Gehalts in Ihre finanzielle Freiheit investieren. Mit der Hälfte davon können Sie dem Puffer auf Ihrem Konto zum Wachsen verhelfen (Schritt 3), die andere Hälfte legen Sie an. Das funktioniert ganz leicht mit einem Sparplan. Ein Fondssparplan ist nach dem Notgroschen der eleganteste Zwischenschritt zum Ziel. Dabei zahlen Sie gemeinsam mit vielen anderen Anlegern monatlich einen gewissen Betrag in einen Fonds, quasi einen großen Topf, ein. In einem Fonds sind immer verschiedene Anlagen gebündelt. Das heißt, der Fondsmanager kauft vom investierten Geld aller Anleger unterschiedliche Wertpapiere. Das hat den Vorteil, dass Sie an vielen Unternehmen gleichzeitig beteiligt werden. Dadurch sinkt das Risiko: Eine zwischenzeitlich negative Entwicklung eines Unternehmens kann dann oft durch die positive Entwicklung anderer Unternehmen abgefedert werden. Meist sind aber nicht nur Aktien in einem Fonds enthalten, sondern auch noch risikoärmere Investitionen, z.B. in Anleihen oder am Geldmarkt. Um die Auswahl der genauen Wertpapiere müssen Sie sich aber nicht kümmern - das machen die Fondsmanager als Anlageprofis für Sie.

Tipp: Richten Sie den Einzahlungszeitpunkt in den Fondssparplan an Ihrem Gehaltseingang aus. Denn Geld, das Sie gar nicht erst auf Ihrem Konto sehen, können Sie auch nicht anderweitig ausgeben. Wenn Sie merken, dass am Ende des Monats doch noch etwas mehr übrig bleibt und Ihr Puffer stetig weiter wächst, sind Sie bereit für weitere Geldanlagen. Und dem finalen Schritt auf dem Weg zur finanziellen Freiheit ganz nah.

In kleinen Schritten

Auch kleine Sparbeträge können mit der Zeit zu beachtlichen Investitionssummen heranwachsen. Mit einem Depot und einem Fondssparplan von Fidelity sparen Sie regelmäßig und profitieren von den Renditechancen an den Kapitalmärkten.

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Schritt 5: Darf’s noch etwas mehr sein?

Ein Polster für Notfälle ist da. Mit Ihrem Fondssparplan sorgen Sie schrittweise für später vor. Jetzt können Sie die finanziellen Bedürfnisse und Träume angehen, die nicht erst in ein paar Jahrzehnten, sondern in absehbarer Zeit abgehakt werden sollen: Weltreise in zehn Jahren! Ein schickes Auto! Eine kleine Wohnung am Meer! Sie haben sicherlich weitere Ziele, für die es sich lohnt, noch etwas mehr beiseitezulegen. Oder Sie überlegen, ob Sie möglicherweise bereit sind, etwas mehr Risiko einzugehen. Als chancenreichere Anlagen mit höherer Renditeerwartung, aber auch höherem Risiko eignen sich zum Beispiel Aktien oder Aktienfonds. Um das Risiko dennoch im Rahmen zu halten, können Sie Ihr Portfolio breit streuen, das heißt, als Ergänzung zu Aktien in weitere, risikoärmere Anlageklassen wie beispielweise Anleihen oder Immobilien investieren.

Die passende Anlage finden

Mit Investmentfonds können Sie auch kleinere Investitionen breit streuen. Risiken und Chancen hängen von der gewählten Anlageklasse ab. Entdecken Sie über 8.000 Fonds sowie mehr als 700 ETFs und filtern Sie nach Fokusthemen, Anlageregionen und Risiko. So finden Sie die Anlage, die am besten zu Ihren Interessen und Zielen passt.

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Fazit

Finanzielle Freiheit bedeutet für jede Frau etwas anderes – und ist für jede erreichbar. Der Weg dorthin ist entsprechend individuell und kaum von heute auf morgen zu bestreiten. Es gibt aber keinen Grund, Ihre eigene Finanzplanung zu fürchten oder aufzuschieben – und viele Gründe, direkt damit zu beginnen. Denn finanzielle Unabhängigkeit ist ein Grundbedürfnis, ganz unabhängig vom Geschlecht. Und eines, das vielleicht sogar ein bisschen glücklicher macht, wenn dann auch Dinge drin sind, die bisher nur ein Traum waren.

MK12075

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