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Auf der Suche nach der angemessenen Dosis Optimismus

Fidelity Wealth Expert

Fidelity Wealth Expert - Investment Team

Schauen wir kurz zurück. Das 2. Quartal 2020 war vom durch den Covid-19-Schock ausgelösten Wirtschaftseinbruch geprägt. Im 3. Quartal erholte sich die Wirtschaft bereits wieder, was auf einen V-förmigen Verlauf der Entwicklung hoffen ließ. Doch mit der zweiten Infektionswelle bekam die Erholungsdynamik im 4. Quartal einen vorläufigen Dämpfer.

Wirtschaftswachstum versus Marktentwicklung

Sowohl in Europa wie auch in den USA zeichnet sich nun die Gefahr einer Double-Dip-Rezession ab, denn sowohl im 3. wie auch im 4. Quartal erreichte das Wirtschaftswachstum nicht das Niveau der Vergleichsquartale des Vorjahres. Gleichzeitig schließen wir das Jahr 2020 mit einer positiven Bilanz ab, was sowohl in der wirtschaftlichen Entwicklung wie auch in der Marktpsychologie gründet. Zum einen blieben beide Quartale auf Erholungskurs und zeichnen sich im Vergleich zum 2. Quartal 2020 trotz der jüngsten Rückschläge durch robuste Wachstumsraten aus. Zum anderen nahmen die Märkte im 3. und 4. Quartal die wirtschaftliche Erholung vorweg, welche durch die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung immer deutlicher in Aussicht gestellt wurde.

Impfstoffe versus Virus

Nach wie vor wird die Einschätzung der weiteren Entwicklung durch das Narrativ des Kampfes zwischen Virus und Impfstoff bestimmt. Der Startschuss zur größten Impfkampagne der Menschheitsgeschichte ist gefallen und die Hoffnungen, die damit verbunden sind, werden von Meldungen abgelöst, welche mögliche Gefahren analysieren, die von den nach wie vor hohen Infektionsraten und immer wieder neuen Mutationen des Virus ausgehen können. So werden fiskalische und geldpolitische Maßnahmen bis weit in das Jahr 2021 hinein noch wichtige Instrumente im Kampf gegen die Auswirkungen der Pandemie bleiben.

Faktoren, welche die weitere Entwicklung stark beeinflussen können

Der Ausgang der Kongresswahlen öffnet den Weg für fiskalische Impulse, welche die US-amerikanische Wirtschaft braucht. Da beim Gleichstand der Kräfte die Vizepräsidentin die letzte Entscheidung fällt, wird die Entscheidungsgewalt der Demokraten durch den Wahlausgang gestärkt und eine mögliche Blockadehaltung zwischen der gewählten Regierung und Republikanern verhindert.

Die Geldpolitik der Notenbanken ist kalkulierbar, denn vor dem Hintergrund der hohen Verschuldung der großen Volkswirtschaften, welche die Pandemie als wesentliches Erbe zurücklassen wird, ist es unwahrscheinlich, dass die Notenbanken das Zinsniveau in absehbarer Zeit anziehen werden.

Regionale Unterschiede bleiben bei der Bekämpfung der Pandemie bestehen. Während Asien das Virus bisher einzudämmen vermag und sich eine V-förmige Entwicklung immer deutlicher durchsetzt, hängt der Erholungsprozess in Europa und den USA stark von der Geschwindigkeit ab, mit der die Impfstoffe verimpft werden können.

Flankierend dazu verhängen verschiedene Länder in der Europäischen Union Lock-Down-Maßnahmen, welche die Infektionsrate zeitnah senken sollen. Die kurzfristig bremsende Wirkung könnte mittelfristig von den positiven Effekten für die Wirtschaft kompensiert werden. Neben dem weiteren Verlauf der Pandemie beobachten unsere Analysten sehr genau die geopolitische Dynamik, die aus der Beziehung zwischen den USA und China erwächst, welche neben den Auswirkungen der Pandemie ein weiterer Treiber werden könnte, der zu Veränderungen innerhalb weltweiter Lieferketten führt.

Auch die Handelsbeziehung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union könnte sich, trotz der gefundenen Einigung, in der weiteren Ausgestaltung zu einem Moment entwickeln, das bestehende Lieferketten möglicherweise beeinflusst.

Wie wir uns strategisch aufstellen

Trotz ansteigender Infektionszahlen setzen wir den risikoorientierten Kurs, den wir bereits im letzten Quartal 2020 eingeschlagen haben, weiterhin fort.

Die Entwicklung gleich mehrerer wirkungsvoller Impfstoffe und das avisierte Tempo der Verimpfung sprechen dafür, dass die schrittweise Rückkehr zur Normalität im Verlauf des Jahres 2021 möglich ist. Angesichts sich entwickelnder neuer Virus-Mutationen bleibt das Risiko für Rückschläge bestehen. Doch sind wir insgesamt

davon überzeugt, dass die positiven Aspekte und das daraus resultierende Chancenpotenzial stärker sind als die möglichen Risiken.

Welche Anlageklassen wir bevorzugen

Wir verteilen unsere risikoorientierten Investitionen auf Aktien, Hochzinsanleihen und Schwellenländeranleihen, die in Hartwährung notiert sind. Bei Aktien bevorzugen unsere Investmentmanager Unternehmen der stabilsten Volkswirtschaften, die von der Krise profitieren sowie Unternehmen, deren Bewertung infolge der Krise auf ein attraktives Niveau gesunken ist und die nun mit Aufwärtspotenzial dem zu erwartenden Aufschwung entgegen gehen.

Bei festverzinslichen Wertpapieren bevorzugen unsrer Investmentmanager Hochzinsanleihen und Anleihen von Schwellenländern gegenüber Investment-Grade-Anleihen oder Staatsanleihen der entwickelten Industriestaaten. Wir denken, dass unterstützende Maßnahmen der Zentralbanken nicht mehr wie in den letzten Monaten das Entwicklungspotenzial von Anleihen auf breiter Front beflügeln werden. Doch bietet der Anleihemarkt nach wie vor Chancen. Dabei verfolgen wir die Strategie der selektiven Investition. Anleihen von Schwellenländern profitieren weiterhin vom schwachen US-Dollar sowie auch vom starken Wachstum Chinas. Von der immer stärker werdenden Suche nach Rendite dürften vor dem Hintergrund schwacher Aktiendividenden sowohl Anleihen von Schwellenländern wie auch Hochzinsanleihen profitieren.

Der Blick nach vorne

Unser Investmentteam ist der Ansicht, dass die Entwicklung der kommenden Monate gut einzuschätzen ist. Wirkungsstarke Impfstoffe stehen bereit. Die Märkte agieren mit angemessenem Optimismus. Der Wahlausgang in den USA spricht für eine starke fiskalische Unterstützung und zur Niedrigzinspolitik der Notenbanken gibt es in näherer Zukunft kaum eine Alternative. Unwägbarkeiten bringen mögliche Mutationen des Virus, die in vielen Regionen angestiegene Infektionsquote und das nicht genau kalkulierbare Tempo der Verimpfung mit sich. Insgesamt eine Situation, die uns unter Abwägung aller Aspekte mit Optimismus und ausgewogener Risikoorientierung in das Jahr 2021 schreiten lässt.

Unser weltweit operierendes Team von Anlageexperten arbeitet eng mit der Covid-19-Arbeitsgruppe von Fidelity zusammen. In kontinuierlichem Austausch mit der Covid-19-Arbeitsgruppe sucht unser Investmentteam nach den besten Gelegenheiten im Markt. Die Entwicklung der kommenden Monate ist nicht exakt vorhersehbar, doch selbst dann, wenn die Rückkehr zur Normalität bedeutet, dass das Virus noch nicht völlig verschwindet, sondern eine Grippe wird, mit der wir lernen werden zu leben, wird es doch eine Situation sein, in der ein normales gesellschaftliches Leben wieder möglich ist. Wie die Krise selbst, so wird auch das absehbare Ende der Krise Gewinner hervorbringen, die wir heute schon versuchen für unsere Anleger aufzuspüren.

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