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Entwickelte Länder liegen bei der Erholung vorn, Schwellenländer im Rückstand

Fidelity Wealth Expert

Fidelity Wealth Expert - Investment Team

Die Erholung der Weltkonjunktur hat weiter an Fahrt gewonnen, wobei sie in den einzelnen Regionen unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Die Coronavirus-Pandemie ist noch nicht überstanden. Neuausbrüche des Virus und der ungleichmäßige Impffortschritt stellen den Zeitplan für die Wiederöffnung der Wirtschaft in Frage. Dennoch deuten die globalen Konjunkturdaten auf eine anhaltende Verbesserung hin.

Insbesondere in den USA stieg das Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor auf Rekordhochs. Wir betrachten die USA aufgrund des enormen Ausmaßes staatlicher Stützungsprogramme weiterhin als Haupttreiber der globalen Erholung. Gleichzeitig hält die US-Notenbank an ihrer Aussage fest, dass sie erst dann über eine Zinserhöhung nachdenken will, wenn ihr Inflationsziel und Vollbeschäftigung eindeutig erreicht sind.

In Großbritannien hat die erfolgreiche Impfkampagne eine teilweise Aufhebung von Lockdown-Maßnahmen ermöglicht. Im April kam es zu einer kräftigen Erholung im britischen Dienstleistungssektor und am Arbeitsmarkt. Dieser Trend wird sich unserer Einschätzung nach mit weiterer Öffnung der Wirtschaft fortsetzen.

Im Euroraum erreichten die Auftragseingänge und die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe im April neue Höchststände. Das Tempo der Impfstoffkampagnen hat sich beschleunigt, über 20 % der Bevölkerung haben eine erste Dosis erhalten, 50 % scheinen bis Jahresmitte erreichbar zu sein. Das Bundesverfassungsgericht gab grünes Licht für den Recovery and Resilience Fund der EU und ebnete damit den Weg für die Auszahlung der ersten Tranche in der zweiten Jahreshälfte.

Während die entwickelten Volkswirtschaften in den letzten Monaten deutlich zugelegt haben, sind die Schwellenländer infolge langsamerer Impffortschritte im Rückstand. Die Aussicht auf eine vollständige Normalisierung in den Schwellenländern wird zusätzlich durch das Auftreten verschiedener Virusvarianten eingetrübt.

Allerdings hängen die Perspektiven der einzelnen Schwellenländer nicht nur von den Impferfolgen ab, sondern auch von Faktoren wie der jeweiligen Wirtschaftsstruktur und dem Ausmaß der politischen Unterstützung der Konjunktur. Speziell in China sehen wir Anzeichen für den Übergang zu einer vorsichtigeren Geld- und Fiskalpolitik. Wir erwarten, dass die chinesische Geldpolitik in den kommenden Monaten weiter gestrafft wird. So legt der Staat den Fokus auf einen kontrollierten Schuldenabbau in der Wirtschaft sowie auf die Qualität statt auf die Höhe des Wachstums.

Hinsichtlich der Aktienmärkte behalten wir das Risiko einer von den USA ausgehenden Marktkorrektur sowie die in vielen Segmenten überzogenen Bewertungen im Blick. Die Finanzierung der mehrere Billionen Dollar schweren US-Konjunkturprogramme erfolgt voraussichtlich über eine höhere Besteuerung von Unternehmen und Beziehern hoher Einkommen. Die Steuererhöhungen könnten ab 2022 schrittweise greifen und bergen Risiken für das Wirtschaftswachstum und die Finanzmärkte.

Was die Märkte für Staatsanleihen betrifft, scheinen die Anleger zumindest vorerst die Auffassung der US-Notenbank zu teilen, dass die Inflation gedämpft bleibt und die Leitzinsen noch länger niedrig bleiben. So ist der Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen, der durch erhöhte Inflationssorgen zu Jahresbeginn ausgelöst worden war, wieder zu rund der Hälfte korrigiert worden. Allerdings bewegen sich die Notenbanken weiterhin auf einem schmalen Grat: Einerseits wollen sie die stark gestiegene Staatsverschuldung durch Zinsen unterhalb der Inflationsrate tragfähig halten, andererseits müssen sie vermeiden, dass es infolge der enormen staatlichen Mehrausgaben zu einem starken Teuerungsschub kommt, der den Wirtschaftsaufschwung gefährden könnte. Von daher ist neben der staatlichen Haushaltspolitik auch weiterhin die Geldpolitik ein wesentlicher Faktor, den es im Blick zu behalten und bei der Positionierung in unseren Portfolios zu berücksichtigen gilt.

Kompaktes Live-Update

Wie haben sich die Märkte im letzten Monat entwickelt? Und wie konnten sich die Anlagestrategien von Fidelity Wealth Expert behaupten? Oliver Dreiskämper, Produktmanager Fidelity Wealth Expert, und Andreas Telschow, Kundenbetreuer, kommentieren den Marktbericht jeden Monat in einem kompakten Live-Update.

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Risikohinweise: Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Vermögensanlage kann fallen oder steigen. Es kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens kommen. Bitte beachten Sie hierzu die Risikohinweise auf unserer Website unter https://www.fidelity.de/rechtliche-hinweise. Herausgeber: FIL Fondsbank GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus, Tel. 069/77060-220

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