Kontakt MyFidelity Logout
Skip Header

Nachhaltigkeit im Fokus

Unternehmen wollen klimaneutral werden. Exklusive Einblicke unserer Analysten.

Auch wenn die Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 manche Pläne pulverisiert hat, ist die nachhaltige Unternehmensführung bei Unternehmen auf der Agenda weit oben geblieben. Und wie: Immer mehr Unternehmen setzen sich ein neues ehrgeiziges Leitbild. Sie wollen klimaneutral arbeiten und ihre CO2-Emissionen auf Null senken. Das schlägt sich bereits in den Investitionsplänen nieder.

Der Wettlauf in Richtung „Netto Null“ bei den CO2-Emissionen ist in vollem Gang. Die Analysten von Fidelity International berichten, dass fast jedes vierte Unternehmen bis zum Ende dieses Jahrzehnts CO2-neutral wirtschaften will. „Ich führe kein Gespräch mit Unternehmen mehr, in dem das Thema ESG nicht erwähnt wird“, sagt ein europäischer Analyst für Rohstoffunternehmen. „In den seltenen Fällen, in denen ich keine Frage dazu stelle, bringen sie es letztlich immer selbst zur Sprache.“

Den Sprint zur großen Null tragen die Unternehmen zudem immer seltener als Wettkampf zwischen Wettbewerbern, Branchen oder Ländern aus. Die Nachhaltigkeitsziele sind vielmehr immer häufiger nach innen gerichtet. So setzen sie innerhalb der Organisationen neue Kräfte frei.

Europa hat die Nase vorn

Wie schon in den vergangenen Jahren beobachten die Fidelity-Analysten in europäischen Unternehmen am häufigsten verstärkte ESG-Aktivitäten. Das Kürzel ist in der Finanzwelt mittlerweile fest verankert und fasst die englischen Begriffe Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (nachhaltige Unternehmensführung) zusammen. Verantwortungsbewusste Anleger bewerten nach diesen Kriterien die Nachhaltigkeit ihrer Investitionen und bevorzugen Unternehmen, die nach genau diesen Prinzipien handeln.

Besonders gut lässt sich der Ehrgeiz mit Hilfe der CO2-Emmissionen in Zahlen fassen. Die Einblicke der Fidelity Analysten in die unternehmerischen Absichten und Fortschritte lässt erwarten, dass bis zu 30 Prozent der Unternehmen in Europa im Jahr 2030 CO2-neutral wirtschaften könnten. 

„Zwei Drittel der Unternehmen weltweit wollen bis 2050 CO2-neutral wirtschaften. Unsere Aufgabe als aktive Investoren wird sein, mit ihnen in einen Dialog zu treten, um darauf hinzuwirken, dass sie diese Vorhaben auch in die Tat umsetzen.“ 

Jenn-Hui Tan, Global Head of Stewardship and Sustainable Investing bei Fidelity International

-

Die Verfolger aus China und Asien

Die wirtschaftlichen Großmächte China und USA hinken da leicht hinterher. Beide haben Nachhaltigkeitsthemen erst in jüngerer Zeit in den Blick genommen, berichten die Analysten. „Das Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen in den USA hinkt gegenüber Europa noch deutlich hinterher“, sagt ein Analyst, der den Finanzsektor in Nordamerika abdeckt. Er fügt hinzu: „Die Lücke hat sich 2020 weiter vergrößert.“ Bald könnte sie sich indes schließen. Denn mittlerweile steht Nachhaltigkeit weltweit oben auf der Agenda:

Ähnliche Signale melden die Fidelity-Analysten aus China. Ein Viertel berichtet von wachsender Bedeutung nachhaltiger Themen in Unternehmen. Zuvor stagnierte dieser Anteil über drei Jahre hinweg bei 15 Prozent. Mit wachsendem Interesse an dem Thema werden beispielsweise auch Nachhaltigkeits-Reportings gängiger. Bisher ließen chinesische Unternehmen hier deutlich weniger Transparenz zu als ihre Pendants etwa aus Europa.

Die Regulierer geben die Richtung vor

Der Sinneswandel in China wie in den USA belegt, was sich auch in Europa zeigt: Regulatorische Änderungen sind ein wichtiger Faktor. "Die Befragung belegt die realen Auswirkungen des Netto-Null-Emissionsziels Chinas für 2060 und des Führungswechsels in den USA unter Präsident Biden. In die Richtung, in die der Gesetzgeber weist, gehen auch die Unternehmen", sagt Tan. Seiner Einschätzung nach verdankt die neue US-Regierung ihren Wahlerfolg auch der ehrgeizigen Klima-Agenda. Die Wähler goutieren offenbar, dass die Demokraten dem Land ein klares Klimaziel gesetzt haben: die vollständige Dekarbonisierung der Stromerzeugung bis zum Jahr 2035. 

Die Fidelity Analysten erleben den Effekt der Regulierungsstrategie in ihren Gesprächen mit Unternehmern sehr deutlich. "Die Verlängerung der Steuergutschriften für den Bereich der Erneuerbaren Energien ist eine positive Entwicklung", berichtet ein Analyst. Andere Akteure am US-Markt sehen in der staatlichen Regulierung hingegen eher ein Risiko für das laufende Jahr: Es sind jene Konzerne, die bei der Eindämmung der CO2-Emissionen in die Pflicht genommen werden. Auf sie kommt eine Flut neuer Gesetze zu.

Zwei Seiten der Medaille

Die regulatorischen Vorgaben sind allerdings von Land zu Land unterschiedlich. Sie decken auch nicht immer die ganze Palette der Nachhaltigkeitsaspekte ab, die Investoren anhand von Nachhaltigkeits-Kriterien bewerten. "So sind einige Resultate zwar ermutigend. Sie zeigen aber auch, wo wir Druck auf die Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit ausüben müssen - spätestens sobald die Restriktionen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gelockert werden", sagt Tan. Er weist damit auf die bedeutende Rolle hin, die Investoren im Markt spielen. 

Steuern sie ihre Investitionen nach entsprechenden Kriterien, liefern sie Managern zusätzliche Anreize, Konzernstrategien mit Blick auf Umwelt und Soziales nachhaltig aufzustellen. Gerade während der Pandemie hieß es oft, dass sich die Prioritäten verschoben hätten. Viele Unternehmen würden sich wieder mehr auf Wachstum konzentrieren, Fusionen und Übernahmen forcieren und das Thema Nachhaltigkeit hintenanstellen. Doch das ist ein Fehlschluss, zeigt die Befragung. Denn Nachhaltigkeitsziele sehen die Unternehmen vielfach nicht im Widerspruch zu Gewinnzielen. Sie sind also kein Luxus für Phasen der Hochkonjunktur, sondern ein dauerhaftes strategisches Ziel. Verschiedene Unternehmen machen zudem bereits vor, dass sich Konformität mit Nachhaltigkeitszielen auch am Kapitalmarkt auszahlen kann. 

Fazit:

Immer mehr Unternehmen setzen sich ehrgeizige Null-Emissionsziele, zeigt die Fidelity-Umfrage unter den hauseigenen Analysten. Auch wenn in vielen Bereichen noch Aufholbedarf herrscht und die Pandemie dazwischenfunkte: Beim Wettlauf in Richtung Netto Null bleibt die Ziellinie in Sicht. 

Mehr zum Thema

Nachhaltiges Anlegen

Mit verantwortungsvollem Handeln können wir zur finanziellen Zukunft unserer Anleger beitragen – und zu einer besseren Welt: Diese Überzeugung treibt uns an.

Signale des Aufbruchs

Unternehmen planen jetzt schon für die Zukunft nach der Pandemie. Weitere exklusive Einblicke unserer Analysten erhalten Sie in der Übersicht.

Unsere Nachhaltigkeitsfonds

Bei uns finden Sie die passenden Lösungen, um nachhaltig zu investieren.

Wichtige Informationen

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketing-Information. Das Research und die Analysen, die in diesem Dokument enthalten sind, wurden von Fidelity International für die eigenen Investmentaktivitäten erstellt. Vervielfältigung und Verbreitung dieses Dokuments sind nur mit vorheriger Genehmigung erlaubt. Dieses Dokument stellt keine Vermarktung, Angebot oder Aufforderung zur Inanspruchnahme der Investmentmanagement-Dienstleistungen von Fidelity dar und ist auch kein Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentprodukten.

Die Inhalte dieser Unterlagen sind nicht an in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässige Personen gerichtet und stellen kein Angebot für diese dar. Sämtliche Personen oder Körperschaften, die auf diese Informationen zugreifen, tun dies aus eigener Initiative, sind für die Einhaltung der geltenden lokalen Gesetze und Regulierungen verantwortlich und sollten sich gegebenenfalls an einen professionellen Anlageberater wenden.

Fidelity International bezeichnet den Unternehmensverbund, der als globale Investmentmanagement-Organisation Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in bestimmten Ländern außerhalb Nordamerikas bereitstellt. Fidelity, Fidelity International, das Fidelity International Logo und das F-Symbol sind Markenzeichen von FIL Limited. Fidelity stellt lediglich Informationen zu Produkten und Dienstleistungen bereit. Anlageempfehlungen erfolgen auf Basis gesondert abgeschlossener Verträge.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Wert der Anteile kann schwanken und wird nicht garantiert. Fremdwährungsanlagen sind Wechselkursschwankungen unterworfen. Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage des Kundeninformationsdokumentes „Wesentliche Anlegerinformationen" und des veröffentlichten Verkaufsprospektes, des letzten Geschäftsberichtes und - sofern nachfolgend veröffentlicht - des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Professionelle Anleger und Vertriebspartner erhalten diese Unterlagen in Deutschland kostenlos über FIL Investment Services GmbH, Postfach 20 02 37, 60606 Frankfurt am Main oder über www.fidelity.de. Privatanleger können die zuvor genannten Unterlagen kostenlos bei der jeweiligen Fondsgesellschaft oder bei der FIL Fondsbank GmbH, Postfach 11 06 63, 60041 Frankfurt am Main oder über www.fidelity.de anfordern. Anleger im Bereich Betriebliche Vorsorge können die genannten Unterlagen bei FIL Finance Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de anfordern. Die im Text genannten Unternehmen dienen nur der Illustration und sind nicht als Kaufs- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen. FIL Investment Services GmbH veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen und erteilt keine Anlageempfehlung.

Herausgeber für Privatkunden: FIL Fondsbank GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.

Herausgeber für den Bereich Betriebliche Vorsorge: FIL Finance Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg

Herausgeber für professionelle Anleger und Vertriebspartner: FIL Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus 

Herausgeber für institutionelle Anleger: FIL (Luxembourg) S.A., 2a, rue Albert Borschette BP 2174 L-1021 Luxembourg. Zweigniederlassung Deutschland: FIL (Luxembourg) S.A. - Germany Branch, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.

Stand, soweit nicht anders angegeben: März 2021. MK12187