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So starten Unternehmen aus der Krise

Exklusive Einblicke unserer Analysten

Nach einer Zeit, die von Lockdowns in großen Teilen der Welt geprägt war, blicken die Unternehmen nun wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Das zeigt die aktuelle Umfrage von Fidelity International zur Lage und Aussicht in den Betrieben unter den hauseigenen weltweiten Analysten. 

Die Experten sind vor Ort regelmäßig mit Entscheidern aus Unternehmen in ihren Regionen und Branchen im Austausch. Damit liefern sie einen exklusiven Einblick in die Stimmungslage für das Jahr 2021. Und das Barometer zeigt klar nach oben. Wenn die Pandemiemaßnahmen zurückgenommen werden, rechnen die Unternehmen rund um den Globus mit einer starken Erholung.

Optimismus quer durch die Branchen und Länder 

Die Analysten berichten von breiter Stimmungsaufhellung unter den Managern, mit denen sie im regelmäßigen Austausch stehen. Über 60 Prozent der Analysten berichten von Zuversicht in den Unternehmen. Dieser Wert erreicht damit einen Höchststand, nachdem in den vergangenen beiden Jahren lediglich je ein Fünftel der befragten Analysten angegeben hatte, dass die Manager optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr blicken. Auch wenn das Bild in verschiedenen Industriezweigen und Märkten gemischt ist, sprechen mehrere Indikatoren dafür, dass eine breite Erholung über Branchen- und Ländergrenzen hinweg möglich ist.

Die Umfrage fand im Dezember 2020 statt, bevor die Bedrohung durch neue Varianten des Coronavirus deutlich wurde. Um darauf zu reagieren, hat Fidelity zentrale Fragen Anfang 2021 erneut gestellt. Danach wurde die Zuversicht der Unternehmen durch die Verschiebung von Impfzeitplänen und die neuen Virusvarianten in einigen Regionen zwar kurzfristig beeinträchtigt. Für das laufende Jahr waren die Unternehmen zum Zeitpunkt der Nachbefragung aber sogar noch optimistischer. 

In rund 15.000 Hintergrundgesprächen jährlich bekommen die rund 400 Fidelity-Analysten weltweit exklusive und ungefilterte Einblicke in die aktuelle Lage und die Pläne von Unternehmen. Kombiniert mit ihrer Branchenexpertise liefern die Befragungsergebnisse daher eine belastbare Prognose über die möglichen Marktentwicklungen.

„Für Anleger ist unsere Studie eine wertvolle Orientierung. Denn was die Unternehmen bewegt, bewegt auch die Börsen. Das galt schon für die Erhebungen der vergangenen Jahre. Und nach den Ungewissheiten der Krise gilt das jetzt umso mehr.“

Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International

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Ein Bedürfnis nach Konsum aufgestaut

Zum Haupttreiber des Wachstums wird nach den Daten voraussichtlich der Konsum. So berichtet beispielsweise ein Fidelity-Analyst aus Hongkong, der regelmäßig mit chinesischen Konsumgüterherstellern spricht, von besonders guter Stimmung. Wie auch anderswo bescherte die erste Corona-Welle den Unternehmen nämlich im vergangenen Jahr einen plötzlichen Absatzeinbruch. Im Sommer 2020 hatte sich die Lage dann überwiegend erholt und ein Bedürfnis nach Konsum aufgestaut. Als die Geschäfte wieder öffneten, holten viele Kunden nach, worauf sie in den Monaten zuvor verzichtet hatten. Einen ähnlichen Nachholeffekt erwarten nun offenbar viele Unternehmen für das Jahr 2021 erneut. 

Er könnte dieses Mal sogar noch deutlicher ausfallen. Denn die Verbraucheraktivitäten sind weltweit noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau angelangt. In Branchen wie Luftfahrt und Tourismus dürfte die Erholung noch etwas auf sich warten lassen. Aber unterm Strich hätten gerade die Verliererbranchen der Pandemie begründete Chancen auf ein neues Nachfragehoch.

Der Schuldenberg schrumpft

Der Nachholeffekt betrifft nicht nur die Endverbraucher. Fidelity-Analysten berichten auch, dass Fusions- und Übernahmeaktivitäten schon jetzt wieder zunehmen. „Die Unternehmen sind 2021 vermehrt wieder bereit zu investieren“, heißt es in der Umfrage. „Problematisch ist jedoch, dass sie 2020 so viel Liquidität aufgezehrt haben.“ Branchen, in denen ein Überleben nur mit Krediten möglich war, werden durch die starke Verschuldung ausgebremst. Schon in diesem Jahr rechnen die Unternehmen nach Angaben der Analysten jedoch damit, dass die Gesamtverschuldung der Unternehmen leicht zurückgehen oder sich wenigstens stabilisieren wird.

Ein besonders deutliches Signal in Richtung Aufbruch liefert die Personalplanung der Unternehmen: Immer mehr Unternehmen wollen inzwischen wieder neu einstellen. In China rechnen die Umfrageteilnehmer mit einem Plus von sechs Prozent bei den Jobs. Weltweit liegt der Durchschnitt mit zwei Prozent noch deutlich niedriger. Aber auch andere Regionen ziehen nach.

Ein neuer Konjunkturzyklus beginnt

Wenn auch die Stimmung bei den Unternehmen weltweit positiv ist, das Gesamtbild ist doch nicht einheitlich. In einigen Ländern wird es länger dauern, bis sich die Wirtschaft erholt hat, denn die Pandemiebewältigung geht nicht überall im selben Tempo voran. Am schnellsten zieht die Konjunktur in China an. Hier sind die Unternehmen mehrheitlich sogar schon der Auffassung, dass der Konjunkturzyklus bereits weiter fortgeschritten ist. Anderswo stehen die Zeichen auf einen beginnenden Aufschwung. In den USA entspannt sich die Lage schneller als in Europa. Das dürfte wiederum den exportorientierten Ländern Europas Schwung verleihen.

Die Verantwortung der Regulierer

Staatliche Maßnahmen beeinflussen nicht nur den Pandemieverlauf. Auch an anderer Stelle spielen sie eine wichtige Rolle. Damit sich die Wirtschaft erholt, planen Regierungen derzeit weltweit fiskal- und geldpolitische Anreize. Die Unternehmen schätzen diese Hilfen offenbar: Die Mehrheit der befragten Analysten gibt an, dass sich die Fiskalpolitik im laufenden Jahr aus Sicht der Unternehmen positiver bemerkbar machen wird als noch 2020.

Zur Debatte stehen nach wie vor Stützungszahlungen für besonders angeschlagene Branchen. Im Finanz- und Gastgewerbe in entwickelten Ländern ist der Ruf nach Unterstützung noch immer laut. „Die Impfstoffe haben zwar etwas Hoffnung gegeben, aber die Banken rechnen mit vermehrten notleidenden Krediten, sobald die staatlichen Hilfsprogramme auslaufen“, sagt ein Bankanalyst. Die Lage bleibt also bei aller Zuversicht angespannt.

Fazit

Unternehmen blicken deutlich optimistischer in die Zukunft als im vergangenen Jahr. Auch wenn sich die Stimmungslage in unterschiedlichen Branchen und Regionen unterscheidet, zeichnet sich eine breite wirtschaftliche Erholung ab. Viele Unternehmen stellen nun die Weichen, damit sie von einem Konjunkturschub profitieren können, sobald er ihre Branche erreicht. Zentral für den Verlauf des Aufschwungs dürfte neben dem weiteren Pandemieverlauf vor allem das Handeln der Staaten in den kommenden Monaten werden. Unternehmen erwarten finanzielle und regulatorische Unterstützung.

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Stand, soweit nicht anders angegeben: März 2021. MK12184