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Aktives vs. passives Investment

ETFs erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Sind aktive Fonds überhaupt noch attraktiv für das Depot? In unserem Video geben wir dazu einige Antworten (Dauer: 7:07 Minuten)

Für die eeinen ist es ein Traum, andere können sich nur schwer damit anfreunden. Die Aussicht, dass Autos bald ganz von allein fahren könnten, gefällt wirklich nicht jedem. Mich erinnern die Diskussionen darum immer an eine der ganz großen Glaubensfragen der Geldanlage.

Sie lautet: Soll ich mein Geld besser einem aktiven Fondsmanager anvertrauen – oder komme ich schneller, leichter und günstiger mit einem passiven ETF ans Ziel?  Oder um noch mal im Autofahrer-Bild zu bleiben: Suche ich mir jemanden, der das Steuer in der Hand hält und mich durchs Marktgeschehen lenkt? Oder wähle ich ein passives Investment, bei dem die Geldanlage komplett auf Autopilot läuft?

Mein Name ist Andreas Telschow und ich begrüße Sie herzlich zu unserer Videoreihe: Erfolgreich Investieren. Das Thema, um das es heute geht, lautet also: Ist es besser, aktiv oder passiv zu investieren?

Zwei Wege zum Ziel - schauen wir uns mal die Unterschiede an:

Zuerst die passiven Fonds, auch als ETFs bekannt: Sie folgen strikt der Wertentwicklung eines Marktes und bilden dazu in der Regel einen Börsenindex ab, so was wie den DAX, der Stoxx oder den Dow Jones. Sie kaufen also immer genau das, was im Index steckt.

Der Fonds fährt also gewissermaßen auf Autopilot. Ihre Geldanlage wird von einem Computer gesteuert.

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Bild1: Bei einem passiven Fonds folgt der ETF in der Regel der Entwicklung der zugrunde liegenden Indizes.

Im Gegensatz dazu stehen die aktiven Fonds: Hier führt Sie nicht der Computer ans Ziel. Stattdessen übernimmt ein Team von Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern das Steuer. Diese folgen nicht einfach der allgemeinen Marktentwicklung. Sie suchen sich ihren eigenen Weg.

Wie das geht? Bei Aktienfonds sieht die Arbeit dieser Manager zum Beispiel so aus:

  • Sie arbeiten sich durch Unternehmensdaten.
  • Sie analysieren Chartverläufe.
  • Sie hinterfragen Bilanzen.
  • Sie treffen sich mit den Top-Managerinnen und Managern der Unternehmen, sprechen über die Markterwartungen, neue Geschäftsfelder und die weitere Unternehmensstrategie.

Allein die Fidelity Manager führen jedes Jahr rund 17.000 solcher Gespräche. Erst wenn sie danach von einem Titel überzeugt sind, nehmen sie diese in den Fonds auf – andere müssen draußenbleiben.

Ist ein aktiver Fonds jetzt besser oder schlechter als ein ETF?

Zunächst mal ist er in der Regel teurer. Das ist eine Tatsache – und es ist logisch: Denn für die aktive Steuerung braucht man Menschen. Für das Hinterherfahren hinter einem Index braucht man bloß Computer. Um es konkret zu machen: Die laufenden Kosten für aktive Aktienfonds lagen in Europa im Jahr 2020 bei durchschnittlich 1,34 Prozent. Bei passiven Indexfonds waren es im Schnitt nur 0,25 Prozent. Gute Nachricht übrigens für alle Investoren: Die Kosten sinken seit Jahren. (Quelle: https://www.ici.org/system/files/2021-09/per27-09.pdf Seite 21 und 23. Stand: Ende 2020.)

Die Frage ist nun: Lohnt sich dieser Aufpreis? Ich würde sagen: Das kommt vor allem darauf an, wohin Sie fahren wollen – und was auf dem Weg so alles passiert.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Vor einigen Jahren hat einer unser Fondsmanager früh geahnt, dass schon bald virtuelle Speichertechnik die Welt beherrschen könnte: das sogenannte Cloud Computing. Ein Unternehmen, das damals auch schon daraufsetzte, war die deutsche Softwareschmiede SAP. Die kannte zu dem Zeitpunkt noch kaum jemand. Heute kann man sich eine Welt ohne Cloudcomputer nicht mehr vorstellen. SAP ist eines der Schwergewichte im Deutschen Aktienindex DAX. Anleger, die in einem aktiven Fonds investiert waren, der das Potenzial schon früh erkannte, konnten schon viel früher profitieren. Von Beginn an.

Ein anderes Beispiel: Im Jahr 2021 gab es an der vielen Börsen eine Art Wachablösung bei den beliebtesten Sektoren: Wachstumstitel schwächelten im Jahresverlauf, dafür stiegen die Kurse traditioneller Industrieaktien stärker. Im breiten MSCI Germany Index waren Industrieaktien gerade mal mit 16 Prozent vertreten. In den Depots manch aktiver Manager, die die Rotation früh erahnten, steckte bis zu einem Viertel des Kapitals darin. (Quelle: https://www.scopegroup.com/dam/jcr:25d8e328-6fb7-41e9-9172-adbf1ad4d45b/ScopeExplorer_Aktiv%20vs%20passiv_2021_Gesamtjahr.pdf) Solche Old-Economy-Fonds konnten sich dadurch deutlich von ETFs absetzen, weil Sie den vermeintlich langweiligen Sektor eben aktiv übergewichtet haben.

Klar, solche Funde gelingen längst nicht immer und nicht jedem. Fondsmanager können nicht hellsehen, sie sind nicht allwissend und sie machen Fehler. Andererseits: Wer immer bloß dem Index folgt, der sucht nicht mal nach neuen Wegen. Und je holpriger die Hauptstrecke, umso eher kann es lohnen, sie auch mal zu umfahren.

Noch wichtiger ist mir ein anderer Punkt: Ein Index soll den Erfolg und die wirtschaftliche Kraft einer Region oder einer Branche abbilden – oder auch das Geschehen an den Börsen auf der ganzen Welt. Das ist eine kluge Idee.

In der Praxis aber ist sie gar nicht so leicht umzusetzen. Nehmen wir den DAX: Er berechnet sich aus dem Kurs von gerade mal 40 deutschen Unternehmen. Reicht das für einen Querschnitt durch die Wirtschaft unseres Landes?

Oder der MSCI World: Das ist einer der beliebtesten Börsenindizes, wenn es darum geht, Geld weltweit anzulegen. Ich weiß nicht, ob Sie das wussten: Im MSCI World stecken zu fast 70 Prozent USamerikanische Aktien. Kein Zweifel: Damit ließ sich in den vergangenen Jahren eine Menge Geld verdienen. Aber ein Welt-Investment ist das nicht. Und wenn die USA wirtschaftlich schwächeln sollten, dann gehen ETFs auf den MSCI World mit nach unten.

Wer sich also für einen Fonds entscheidet, tut also gut daran, sich anzuschauen, was drinsteckt. Das gilt auch für vermeintlich simple oder breit gestreute passive ETFs.

Klar ist aber: Auch ETFs haben eine Berechtigung in einem Fondsdepot. Denn die entscheidende Frage lautet nicht: Aktiv oder passiv, selbst fahren oder fahren lassen? Sondern: Wie kann ich beides intelligent kombinieren?

Für Investments, mit denen Sie breit eine Region abdecken, kann ein ETF eine günstige Lösung sein. Wollen Sie dagegen in Marktsegmente, Trends oder Branchen investieren, für die es besondere Expertise braucht, sind aktive Manager womöglich die bessere Wahl. Im Fidelity Fondsfinder können Sie beide Varianten gut vergleichen – nach Inhalt und Performance.

Ansonsten halten Sie es wie beim Autofahren: Auf freier und gut ausgebauter Strecke übernimmt die Technik heute oft schon einen Teil der Arbeit. Abseits der Hauptachsen ist es dagegen oft klüger, Menschen ans Lenkrad zu lassen.

Noch eine Sache: Wenn ich im Auto am Steuer sitze, kann ich jederzeit eingreifen, wenn das nötig ist. Aber trotzdem überlasse ich einiges meinem Navi und der Automatik. Das ist nicht nur entspannter, sondern auch effizient.

Fondsmanager machen das nicht anders: Sie sind aktiv – nutzen aber auch eine Menge digitale Assistenten. Der Computer steuert also bei der Geldanlage immer mit, egal ob Sie nur einen ETF kaufen oder einen aktiven Fonds. Letztlich macht aber doch der Mensch den Unterschied. Und zwar immer dann, wenn Richtungswechsel nötig werden, wenn der Verkehr stockt, wenn eine Gefahr droht oder eine reizvolle Nebenstrecke lockt, die das Navi nicht kennt.

Denken Sie also ran, dass Sie bei der Geldanlage das Steuer nicht ganz aus der Hand geben.

Viel Erfolg mit Ihren Investments!

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MK13842, Stand 11. Mai 2022