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Teil 1: Streuen wie die Profis

Wie viele Fonds brauche ich eigentlich? Hier erklären wir das Wichtigste in einfachen Worten.

Breit streuen, aber mit wie vielen Fonds?

Wie viele Fonds haben Sie im Depot? Fünf? Sieben? Neun? Etwa noch mehr? Oder doch nur einen? Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum Sie genau dieser Zahl an Fonds ihr Geld anvertrauen? Wenn Sie hier weiterlesen, erfahren Sie, wie viele Fonds in ein Anlagedepot gehören, was zu wenig ist und was zu viel. Und wir zeigen Ihnen, was ein Nobelpreisträger mit der Sache zu tun hat.

Fangen wir genau damit an: Wer sich mit Finanzanlage befasst, könnte schon mal etwas von „Moderner Portfoliotheorie“ gehört haben. Die ist gar nicht mal so modern wie man meinen könnte. Vielmehr hat sie der US-amerikanische Wirtschaftsforscher Harry Max Markowitz bereits in den 1950er Jahren entwickelt. Dass sie uns trotzdem bis heute etwas zu sagen hat, erkennen Sie spätestens daran, dass Markowitz für seine Erkenntnisse im Jahr 1990 den Nobelpreis verliehen bekam.

Versetzen wir uns kurz zurück in die Nachkriegszeit vor 70 Jahren. Als Markowitz seine Portfoliotheorie entwickelte, da kauften Spekulanten an den Aktienmärkten häufig nach Intuition, also nach Nase, und sie waren allein auf Rendite bedacht. Anleger investierten oft in jene Einzeltitel, von denen Sie sich den größten Ertrag versprachen.

Was sie dabei unterschätzten: Wer mehr Rendite erzielen will, geht auch höhere Risiken ein. Es ist also nicht ausreichend, nur auf die Rendite zu schauen, um die passenden Produkte für die Geldanlage zu finden:

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Falsch gedachte Renditelust

Markowitz erkannte, dass das zwar gut gedacht war, aber nicht zu Ende. Denn einzelne Aktienkurse lassen sich nicht vorhersagen, sie sind in höchstem Maße zufällig, jedenfalls nie vorbestimmt. Eine Vorhersage ist schlechthin unmöglich, da alle bekannten Fakten sich bereits in einem Kurswert widerspiegeln. Wer sich nun bei der Geldanlage auf derart zufällig zusammengekaufte Einzeltitel verlässt, hat am Ende ein ebenso zufälliges Portfolio zusammengestellt, mit einem zufälligen, ebenfalls nicht bewertbaren Risiko. Er kauft sprichwörtlich die Katze im Sack

Der zentrale Gedanke in Makrowitz‘ Portfoliotheorie war nun, die Geldanlage nach Risiko und Rendite zu steuern. Das brachte ihn auf eine zentrale Erkenntnis: Die Faktoren Risiko und Rendite hingen einerseits zusammen, waren andererseits aber beide abhängig von einem dritten Faktor, nämlich der Streuung oder Diversifikation.

Einfach gesagt fand Markowitz heraus: Langfristig hängt der Erfolg einer Geldanlage nicht so sehr davon ab, wie riskant oder ertragreich ein einzelnes Anlageprodukt sich entwickelt.  Sondern davon, wie man sein Geld aufteilt.

Zufällige Verluste vermeiden

Wer nur wenige Anlagen besitzt, also viel Geld in einzelne Titel investiert hat, läuft Gefahr, hohe Verluste zu erleiden, wenn die Sache zufällig schiefgeht. Sind in Ihrem Portfolio zum Beispiel viele Anlagen aus dem deutschen Markt enthalten, unterliegen Sie dem sogenannten „home bias“. Sie sind damit in bester Gesellschaft. Viele Privatanleger vertrauen zu stark auf ihren heimischen Markt, weil sie den besonders gut kennen. Doch führt dieser „home bias“ eben nicht zu den großartigen Portfolioeffekten, die Nobelpreisträger Markowitz erkannte. Sondern zu höheren Risiken bei sinkenden Renditechancen.

Das gilt auch, wenn zu viel Geld in einer anderen Region angelegt ist, zum Beispiel im großen US-amerikanischen Markt. Wer nur in eine Region (zum Beispiel nur Deutschland-Fonds) oder eine Branche investiert, geht immer ein hohes Risiko ein. Mehrere Regionen und Branchen bei der Geldanlage zu bedenken ist also grundsätzlich besser als nur eine zu berücksichtigen. Mögliche Kursrückgänge können Sie so durch Kursgewinne in einer anderen Region oder Branche ausgleichen.

Zu viel des Guten?

Auf der anderen Seite ist es unsinnig, so viele Titel oder Fonds in einem Portfolio zu besitzen wie möglich. Denn dann können sich Anlagen doppeln und Sie haben ungewollt Klumpenrisiken im Depot. Mit vielen Fonds wird zudem die Verwaltung des Portfolios schwierig und die Übersicht schrumpft. Es ist wie bei einer Sättigungskurve: Am Anfang, also beim Kauf des zweiten oder dritten Fonds, nimmt das Risiko noch rasant ab. Bei steigender Anzahl an Anlagen schrumpft dann der Mehrwert immer weiter. Kaufen Sie den dreißigsten Fonds, wirkt sich die zusätzliche Streuung kaum noch aus. Die Anschaffungskosten sind dann höher als der Nutzen.

Der Sweet Spot, also jener Punkt im Portfolio, indem man weder unter- noch überdiversifiziert ist, lässt sich mathematisch nicht ganz genau bestimmen, vor allem nicht vorab. Klar ist aber: Wenn Sie alle großen Anlageregionen und Anlageklassen einmal abgedeckt haben, sind Sie gut dabei. Dazu brauchen Sie in der Regel nicht viel mehr als sieben Fonds.

Unbeabsichtigte Dopplungen

Sie sollten zudem aufpassen, dass Sie nicht einer Streuillusion unterliegen. Sind Sie nämlich in Fonds investiert, die viele ähnliche Einzeltitel besitzen, dann nützt Ihnen die Vielzahl an Produkten wenig, solange sich hinter jeder Verpackung mehr oder weniger derselbe Inhalt verbirgt. Manchmal orientieren sich Fondsmanager beispielsweise an denselben Vergleichsindizes, sogenannten Benchmarks. Wenn das der Fall ist, wählen Sie besser nur einen der Titel.

Streuen Sie also umsichtig. Und richten Sie den Blick über den Tellerrand auf internationale Märkte. Wir von Fidelity unterstützen Sie gerne in Ihrer Anlageauswahl. Wir helfen Ihnen, Portfoliofehler zu vermeiden, wie die Über- oder Unterdiversifikation und den „home bias".

Ein Portfolio mit fünf bis sieben Fonds bietet häufig bereits eine sehr gute Streuung. Fehlt Ihnen eine Anlageklasse, können Sie diese unter anderem in der Select 50 Fondsliste finden. Unsere Finanzexperten wählen dafür aus über 9.000 Fonds die 50 besten für Sie aus und überprüfen kontinuierlich deren Strategie und Entwicklung. Loggen Sie sich am besten direkt in Ihr Depot ein und überprüfen Sie unter dem Menüpunkt "Depotanalyse", ob Ihr Portfolio eine Überarbeitung verträgt.

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Wer nur auf Aktien setzt, legt nicht nur riskant an, sondern kann auf Dauer sogar Rendite verschenken.

Teil 3: Musterportfolios

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Teil 4: Das Depot pflegen und prüfen

Eine breit gestreute Anlage bietet die perfekte Balance aus Rendite und Risiko. Um diese Balance dauerhaft zu erhalten, müssen Anleger allerdings regelmäßig nachsteuern.

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Stand, soweit nicht anders angegeben: 14.02.2022.
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