Kontakt MyFidelity Logout
Skip Header

Fazit

Für Wachstumsunternehmen sind die Ergebnisse der Studie eindeutig und die Handlungsempfehlungen entsprechend klar: Auch in der Investitions- und Wachstumsphase sollte die Unternehmensführung die Pensionsverpflichtungen (teilweise) ausfinanzieren, um Pensionsrisiken zu reduzieren und zu managen. Dies steht der traditionellen Investitionstheorie zum Teil entgegen, da gerade in der Wachstumsphase die erwarteten Projektrenditen die erwarteten Kapitalmarktrenditen übersteigen sollten. Dies lässt sich dadurch erklären, dass Investitionsentscheidungen zeitpunktbezogen sind, wohingegen Pensionsrisiken sehr langfristig wirken.

Für stagnierende Unternehmen gibt es klare Tendenzen, jedoch sind die Ergebnisse nicht ganz eindeutig:
 

  • Auf einer übergeordneten Ebene lässt sich festhalten, dass es für diese Unternehmen ein wünschenswertes strategisches Ziel wäre, in Innovation zu investieren, um auf den Wachstumspfad zu gelangen bzw. zurückzugelangen, da alle untersuchten Kennzahlen (Aktienkursentwicklung und Profitabilität) für Wachstumsunternehmen deutlich positiv hervorstechen: Aktienkursentwicklung 10,5 %–13,2 % p. a. (vs. 3,10 %–4,3 % p. a. bei stagnierenden Unternehmen), Gesamtkapitalrendite 14,2 %–15,6 % p. a. (vs. 8,7 %–10,9 % p. a.) und Eigenkapitalrendite 13,7 %–14 % p. a. (vs. 8,3 %–10,6 % p. a.). 
  • Aus Profitabilitätsperspektive, also mit Blick sowohl auf die Eigen- als auch auf die Gesamtkapitalrendite, sind die Ergebnisse für Wachstumsunternehmen und stagnierende Unternehmen identisch: Die Unternehmen mit niedrigen Pensionsrisiken werden mit einer höheren Profitabilität belohnt.
  • Aus dem Blickwinkel der Aktienkursentwicklung sind die Ergebnisse für Wachstumsunternehmen und stagnierende Unternehmen jedoch uneinheitlich: Während Wachstumsunternehmen mit einem Pensionsrisikoabschlag notieren, handeln stagnierende Unternehmen mit einem Pensionsrisikoaufschlag.
-

 

Die Pension Finance Watch zeigt, dass es sowohl aus einer unternehmerischen als auch einer volkswirtschaftlichen Perspektive erstrebenswert wäre, wenn in Deutschland Innovation und damit Wachstum und Wohlstand stärker gefördert würden. In diesem Transformationsprozess können Pensionsrisiken eine zentrale Rolle spielen, da einige Unternehmen ihre Bilanzen zunächst bereinigen müssen, um künftiges Wachstum zu finanzieren.

Da DB-Pensionszusagen nicht operative und nicht belohnte Risiken darstellen, bieten sie einen natürlichen Anknüpfungspunkt auf dem Weg zum Idealzustand eines Wachstumsunternehmens mit niedrigen Pensionsrisiken. 

Das deutsche System der betrieblichen Altersvorsorge bietet eine vergleichsweise hohe Flexibilität beim Managen dieses Zielkonflikts. Einerseits müssen Pensionsverpflichtungen je nach Durchführungsweg nicht unmittelbar ausfinanziert werden. Andererseits besteht ein hoher Freiheitsgrad bezüglich der Anlage des Pensionsplanvermögens. Sprich: Innerhalb der Wachstumsphase eines Unternehmens könnte es eine sinnvolle Strategie sein, die Pensionsverpflichtungen beispielsweise nur zu 50 % auszufinanzieren und in der Kapitalanlage schwerpunktmäßig auf Growth Assets zu setzen, um gleichzeitig in das operative Geschäft investieren zu können und die Opportunitätskosten (Kapitalanlage- vs. Investitionsrendite) möglichst gering zu halten. Allerdings sollte eine mittel- bis langfristige Ausfinanzierungsstrategie entwickelt werden, um nicht in dem Szenario gefangen zu werden, in dem sowohl das operative Geschäft stagniert als auch die Pensionsverpflichtungen unterfinanziert sind. Naheliegend wäre eine Strategie, die Dotierungen in das Pensionsplanvermögen von operativen KPIs abhängig macht.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es sich nicht um Entweder-oder-, sondern um Sowohl-als-auch-Entscheidungen handelt: Unternehmen, die in das operative Geschäft investieren und ihre Pensionsverpflichtungen ausfinanzieren, zeigen eine höhere Profitabilität und eine bessere Aktienkursentwicklung auf.

-
-

Die vollständige Broschüre inkl. Checkliste zum Herunterladen

Bestellen Sie jetzt die Broschüre "Fidelity Pension Finance Watch" mit der kompletten Analyse und die Checkliste "Pensionsrisiken managen in der Praxis" – kostenlos und unkompliziert als PDF-Download.

Zu den Unterlagen

Ihre Ansprechpartner:

Wolfgang Murmann

Telefon: 0171/418 15 41
wolfgang.murmann@fil.com

Dr. Maximilian Franke

Telefon: 0170/120 25 77
maximilian.franke@fil.com

Björn Wille

Telefon: 0160/996 060 65
bjoern.wille@fil.com

Purpose-Driven Investing in der bAV

De-Risking von Pensionsverpflichtungen? Hier erfahren Sie mehr.

Outsourced Chief Investment Officer (OCIO)

Externe Expertise für eine zukunftssichere Kapitalanlage.

Wichtige Informationen

Dies ist eine Marketinginformation, die gemeinschaftlich von Fidelity International und der Frankfurt School of Finance & Management erstellt wurde. Sie ist nur für professionelle Anleger bestimmt, nicht zur Weitergabe an Privatanleger. Die Informationen dürfen ohne vorherige Erlaubnis weder reproduziert noch veröffentlicht werden. Fidelity International veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen und erteilt keine Anlageempfehlung/Anlageberatung. Alle geäußerten Meinungen sind, falls keine anderen Quellen genannt werden, die von Fidelity International und/oder der Frankfurt School of Finance & Management. Vergangene Wertentwicklungen sind keine Indikatoren für zukünftige Erträge. Herausgeber für den Bereich betriebliche Vorsorge: FIL Finance Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Herausgeber für institutionelle Anleger: FIL Investment Management (Luxembourg) S.à r.l., zugelassen und beaufsichtigt von der CSSF (Commission de Surveillance du Secteur Financier), 2 a, rue Albert Borschette BP 2174 L-1021 Luxembourg, Zweigniederlassung Deutschland: FIL Investment Management (Luxembourg) S.à r.l. Germany Branch, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Anleger/interessierte Anleger können sich unter https://www.fidelity.de/beschwerdemanagement/ über ihre jeweiligen Rechte bei Beschwerden und Rechtsstreitigkeiten informieren.

Stand, soweit nicht anders angegeben: Februar 2026.

MK17391