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Führungswechsel an den Börsen: KI-Anwender, Industrie & Energie im Aufwind

Ashish Bhardwaj

Ashish Bhardwaj - Fondsmanager

An den Aktienmärkten ist nichts so beständig wie der Wandel: Nach der jahrelangen Dominanz weniger Tech-Konzerne zeichnet sich ein Wechsel ab. Von KI-Infrastruktur zu KI-Anwendern, von Verteidigung zur breiten Industrie und hin zu pragmatischer Energieversorgung.

Die wichtigsten Punkte

  • Von dominanten Themen profitieren erst wenige Unternehmen, dann ein breiterer Markt: Dieses typische Muster zeichnet sich derzeit an den globalen Aktienmärkten ab.
  • Drei Typen von Unternehmen könnten profitieren: Die KI-Anwender, breitere industrielle Branchen (über den Verteidigungssektor hinaus) und Energieunternehmen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
  • Dieser Führungswechsel schafft Chancen für Anleger, die gezielt und aktiv in industrielle Branchen sowie Energie- und Chemietitel investieren.

Erst eng, dann breiter: Typisches Muster zeichnet sich ab

KI, Technologie, Verteidigung: Das waren in den letzten Jahren die dominanten Treiber an den Aktienmärkten. Typischerweise konzentrieren sich die Märkte dann zunächst auf einige „offensichtliche“ Profiteure – und genau das war an den Märkten zu beobachten. 2026 beginnt sich die Führungsrolle zu verlagern: Von Anbietern von KI-Infrastruktur zu Anwendern von KI; von der Rekapitalisierung des Verteidigungssektors zu einer breiteren Rekapitalisierung der Industrie; und hin zu einem pragmatischeren „All-inclusive”-Ansatz im Energiebereich. 

Ein genauerer Blick auf diese drei Trends zeigt das Potenzial für aktive, selektive Anleger.

1. KI: von Infrastrukturanbietern zu Anwendern

Rechenzentren, Rechenzentren, Rechenzentren – und der Ausbau der Stromversorgung dafür: Dieses Themenfeld hat die Anfangsphase des KI-Zyklus geprägt. An den Märkten richtete sich die Aufmerksamkeit auf Firmen, die damit in enger Verbindung stehen. 

Das könnte sich dieses Jahr verändern, wenn sich die Marktführerschaft hin zu den KI-Anwendern verlagert. Diese Firmen setzen KI zur Steigerung der Produktivität in ihren Kerngeschäften ein. Diese Gewinne können sich in Form von niedrigeren Kosten, besserer Auslastung der Anlagen, verbesserter Servicequalität und schnellerer Produktinnovation niederschlagen. Wir sehen bereits erste Anzeichen für eine Differenzierung zwischen Unternehmen, die KI effektiv einsetzen. Und das auch in zyklischen Branchen wie der Logistikbranche oder bei Firmen, die neue Produkte entwickeln. Dabei kommen neuartige Materialkombinationen zum Einsatz, die ohne KI-gestützte Design- und Modellierungsfähigkeiten nicht realisierbar gewesen wären.

2. Rekapitalisierung: von Verteidigung zur Industrie

Das zweite dominante Thema der letzten Jahre war die globale Rekapitalisierung der Verteidigung. Die Verteidigungsbudgets in Europa und Japan sind stark gestiegen. Das markiert eine Phase der Aufrüstung, wie sie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr zu beobachten war. Die Verteidigungsausgaben der USA dagegen liegen mit rund 3,5 % des BIP nahe ihrem historischen Tiefstand. Die US-Investitionen könnten steigen, zumal die Lücken in den Fähigkeiten immer deutlicher werden. Diese Rekapitalisierung der Verteidigung wirkt auch als Katalysator für eine umfassendere Rekapitalisierung der Industrie.

Hintergrund sind auch die verstärkten Bemühungen, Produktionskapazitäten aus China zurückzuholen. Bislang ist die Industrieaktivität nur begrenzt gewachsen – auch aufgrund von gestiegenen Zöllen und hohen Zinsen. Mit dem Abklingen der Zollunsicherheit und der Normalisierung der Zinssätze dürften die Rückverlagerungen jedoch stärker spürbar werden. 

Die Automatisierung steht im Mittelpunkt dieses Wandels. Die Zahl der weltweit installierten Industrieroboter hat sich seit 2014 mehr als verdoppelt. Dies trägt zu einem stetigen Anstieg der Arbeitsproduktivität bei. Strukturelle Belastungen wie die alternde Bevölkerung, Arbeitskräftemangel und steigende Löhne forcieren diese Automatisierung weiter. Wir sehen Nutznießer bei Roboterherstellern, den Lieferanten von Präzisionskomponenten und den Anbietern von Industrietechnologie.

3. Energie: vom Zick-Zack-Kurs zum Pragmatismus

In den letzten zehn Jahren waren die Investitionen im Energiebereich ungleichmäßig verteilt. Zwischen 2015 und 2025 gingen die Investitionen in fossile Brennstoffe zurück. Die Ausgaben für erneuerbare Energien dagegen haben sich mehr als verdoppelt. Doch die Politik in vielen westlichen Volkswirtschaften war volatil, es gab Kurswechsel – auch durch die externen Schocks. Diese Instabilität hat zu Versorgungsengpässen und Preisvolatilität beigetragen. Wir glauben, dass die nächste Phase pragmatischer sein wird. 

Der Hintergrund ist ein steigender globaler Energiebedarf, befeuert auch durch die Elektrifizierung und die stromhungrigen KI-Rechenzentren. Das macht Investitionen in eine breite Palette von Energiequellen erforderlich, darunter erneuerbare Energien, Gas, Kernenergie, Energieeffizienz und Nachfragesteuerung. In diesem Umfeld bleibt die Stimmung gegenüber Öl weiterhin vorsichtig. Allerdings sind Ölpreise unter 60 US-Dollar pro Barrel für viele Produzenten eine Herausforderung. Die Abwärtsrisiken könnten daher möglicherweise geringer sein als derzeit angenommen. Unserer Meinung nach könnten sich Teile des Energiesektors als relativ widerstandsfähig erweisen, gerade wenn die Aktienmärkte insgesamt schwächeln.

Fazit: Günstiges Umfeld für ausgewählte Industrien

Mit dieser Ausweitung des thematischen Spektrums erweitern sich die Chancen für globale Industrieunternehmen – über eine kleine Gruppe von Gewinnern hinaus. Der Fidelity Funds Global Industrials Fund nutzt diese Entwicklung mit einem selektiven, fundamentalen Ansatz („Bottom-up“). Dieser baut auf der globalen Research-Plattform von Fidelity. Die Arbeit von rund 140 Aktienanalysten weltweit schafft die Basis dafür: So identifizieren wir Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen, steigender Produktivität und attraktiven Bewertungen.

Zum Fonds

Der Fonds strebt langfristiges Kapitalwachstum durch globale Investments an, insbesondere in den Sektoren Industrie und Chemie, Metall und Bergbau sowie Energie.

Wichtige Informationen

Dies ist eine Marketinginformation. Diese Informationen dürfen ohne vorherige Erlaubnis weder reproduziert noch veröffentlicht werden. Fidelity bietet lediglich Informationen über Produkte und Dienstleistungen an und erteilt keine Anlageberatung auf der Grundlage individueller Umstände, es sei denn, dies wird von einem entsprechend zugelassenen Unternehmen in einer formellen Mitteilung an den Kunden ausdrücklich festgelegt. Die Unternehmensgruppe Fidelity International bildet eine weltweit aktive Organisation für Anlageverwaltung, die in bestimmten Ländern außerhalb Nordamerikas Informationen über Produkte und Dienstleistungen bereitstellt. Investitionen sollten auf der Basis des aktuellen Verkaufsprospekts, des Basisinformationsblatts sowie des aktuellen Jahres- und Halbjahresberichts getätigt werden. Diese Dokumente sind für deutsche Anleger kostenlos erhältlich über www.fidelity.de/anlegerinformationen oder fidelityinternational.com oder können kostenlos bei der FIL Investment Services GmbH, Postfach 20 02 37, 60606 Frankfurt am Main oder über fidelity.de angefordert werden. Fidelity veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen und erteilt keine Anlageempfehlung/Anlageberatung und nimmt keine Kundenklassifizierung vor. Alle angegebenen Produkte und alle geäußerten Meinungen sind, falls keine anderen Quellen genannt werden, die von Fidelity International. Fidelity Funds („FF“) ist eine offene Investmentgesellschaft (OGAW) luxemburgischen Rechts mit unterschiedlichen Anteilsklassen. FIL Investment Management (Luxembourg) S.A. behält sich das Recht vor, die für den Vertrieb des Fonds gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU getroffenen Vereinbarungen zu kündigen. Deutsche Anleger in Luxemburger Fidelity Fonds können sich hier über ihre jeweiligen Rechte bei Beschwerden und Rechtsstreitigkeiten informieren: https://www.fidelity.de/beschwerdemanagement. Fidelity, Fidelity International, das FFB-Logo, das Fidelity-International-Logo und das „F-Symbol“ sind Marken von FIL Limited und werden mit deren Zustimmung verwendet. Fidelity/Fidelity International steht für FIL Limited (FIL) und ihre jeweiligen Tochtergesellschaften. Herausgeber für professionelle Kunden und Vertriebspartner in Deutschland: FIL Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.

Stand, soweit nicht anders angegeben, Februar 2025. MK14419