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Wachstumsmarkt Cloud-Computing

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Cloud-Computing entwickelt sich zur elementaren Grundlage vieler digitaler Anwendungen. Die Technologie verspricht Unternehmen Kostensenkungen, Flexibilität, Sicherheit und mehr Nachhaltigkeit – und Anlegern interessante Investments.

Cloud-Computing: Hätten Sie's gewusst?

Cloud-Computing setzt sich zunehmend durch. Unternehmen wie Verbraucher haben weniger Bedenken, ihre Daten in der Wolke abzuspeichern, und nutzen die innovative IT-Technik. Wie sieht der Markt aus? Testen Sie Ihr Wissen!

Cloud-Computing: Rendite aus der Wolke

Die Software-Schmiede VMware gilt als Pionier der Cloud-Technologie. Vor einem Vierteljahrhundert entwickelte das US-amerikanische Unternehmen eine Technik, um Computersysteme zu abstrahieren, deren Eigenschaften virtuell abzubilden und sie auf einer physischen Hardware zu konsolidieren. So lassen sich in Verbindung mit dem Internet eine koordinierte Zusammenarbeit, eine bessere Auslastung und ein höherer Nutzungsgrad von Rechnern erreichen – die Basistechnologie des Cloud-Computing. Heute ist diese Server-Virtualisierung im Betrieb moderner Rechenzentren weit verbreitet.

Parallel dazu wächst die Zahl der Anwendungen und Anwender, die sich dieser Cloud-Technologie bedienen, seit Jahren in rasantem Tempo. Beispiel Customer-Relationship-Management (CRM): Schon zur Jahrtausendwende ging der US-Softwareentwickler Salesforce mit einer cloudbasierten Software zur Verwaltung von Kundendaten und zur Pflege von Kundenbeziehungen an den Start, inzwischen ist „Sales Cloud Customer 360“ die weltweit führende Lösung in diesem Segment. Mehr als 150.000 Unternehmen rund um den Globus nutzen die Software, darunter OSRAM, Continental und Flixbus.

Bequem im Wolkenbett: Die Vorteile der Cloud

Die Cloud, zu Deutsch Wolke, macht externe IT-Ressourcen per Internet jederzeit und von überall aus verfügbar. Sie generiert Speicherplatz und Rechenleistung in nahezu unbegrenztem Umfang. Privatpersonen ebenso wie Unternehmen ermöglicht die Cloud, ihre digitalen Anwendungen „außer Haus“ abzuwickeln – von der einfachen Office-Applikation bis hin zur anspruchsvollen Lösung auf Basis künstlicher Intelligenz. Solche Anwendungen beanspruchen hohe Rechnerkapazitäten, welche die Cloud bieten kann. Speziell für Unternehmen bringt das eine Reihe von Kosten- und Effizienzvorteilen:

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  • Sie müssen für neue bzw. erweiterte Anwendungen keine eigenen Rechner-Kapazitäten aufbauen, sparen dadurch Investitionskosten und vermeiden unnötige Kapitalbindung in der IT-Infrastruktur.
  • Ihre Anwendungen sind leichter skalierbar und leichter aktualisierbar, weil Updates zentral in der Cloud und nicht an einzelnen Firmenservern bzw. Endgeräten durchgeführt werden.
  • Gleiches gilt für die Integration neuer Dienste und neuer Funktionen, die ebenfalls zentral gesteuert werden.
  • Und nicht zuletzt: Cloud-Dienste unterstützen Unternehmen in ihrem Bestreben nach mehr Nachhaltigkeit, in erster Linie durch Einsparung von Ressourcen und durch Verringerung des Energieverbrauchs. Auch weil sich die Wirtschaft zunehmend den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen verpflichtet sieht, steigt das Interesse an dieser Technologie.

Der Markt für Cloud-Dienste wächst rasant

Seit dem Start vor 25 Jahren hat sich Cloud-Computing zu einem enorm großen Markt entwickelt, der für alle Wirtschaftszweige und Branchen vielfältige Anwendungen und effiziente Lösungen bereithält – außerdem zu einem Markt, in dem schon jetzt viel Geld verdient wird. Ein Indiz dafür: Amazon Web Services, kurz AWS, Tochtergesellschaft des Internet-Handelsgiganten Amazon, bewahrte durch erfolgreiches Wirtschaften sein Mutterhaus davor, das vergangene Geschäftsjahr mit Verlusten abzuschließen.

Man muss dazu wissen: Amazon hält über seine Tochter einen Anteil am Gesamtmarkt für Cloud-Computing von rund 40 Prozent. Der Markt ist nahezu oligopolistisch strukturiert – mit Amazon, Microsoft und Google, die zusammen mehr als 70 Prozent des Kuchens unter sich aufteilen. Das Trio bewegt sich steil auf Expansionskurs. Im November 2022 etwa verkündete Amazon, in Hyderabad eine neue AWS-Region eröffnet zu haben und dort bis 2030 mehr als 4,4 Milliarden US-Dollar zu investieren.

Mitbewerber Microsoft Azure will dem nicht nachstehen: Der Konzern erklärt, eine nie da gewesene weltweite Nachfrage nach Cloud-Services zu verzeichnen, unter anderem in Deutschland, weshalb das Unternehmen in eine massive Vergrößerung seines wichtigsten deutschen Rechenzentrums in der Region Frankfurt investiert. Deutschland sei stark in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden und generiere hohe Volumina bei Import und Export. Daher seien Cloud-Dienste in Deutschland auch für internationale Unternehmen von hoher Bedeutung. Ab 2023 soll die erweiterte Rechenzentrumskapazität zur Verfügung stehen.

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Die Prognosen der Marktforscher: Licht am Horizont

Die Nachfrage ist also da. Entsprechend positiv sehen die Prognosen aus. Das US-Beratungsunternehmen Market and Markets rechnet bis 2027 mit einer jährlichen Wachstumsrate für Cloud-Computing in Höhe von 16 bis 17 Prozent. Die Marktforscher von Gartner gehen davon aus, dass die weltweiten Ausgaben der Endnutzer, also sowohl Privatanwender als auch Unternehmen, allein für öffentliche Cloud-Dienste bis 2023 um mehr als 20 Prozent steigen. Sie betrügen dann 591,8 Milliarden US-Dollar gegenüber 490,3 Milliarden US-Dollar in 2022.

Das Wachstum bezieht sich insbesondere auf drei essenzielle Servicemodelle des Cloud-Computing. Laut Experten dürfte sich das Marktsegment Platform as a Service (kurz PaaS) im Jahr 2023 um 23 Prozent vergrößern. Beim PaaS-Modell stellen Cloud-Anbieter ihren Kunden eine Entwicklungsumgebung und Tools für die Entwicklung eigener Anwendungen bereit. Mit einem Plus von 16,8 Prozent steht auch dem Bereich Software as a Service (SaaS) enormes Wachstum bevor. Hier lassen sich Softwareanwendungen über die Cloud nutzen, ohne dass sie zuvor auf einem lokalen Gerät installiert werden müssen. Auch der Markt für Infrastructure as a Service (IaaS) befindet sich auf Wachstumskurs: Die Nachfrage nach cloudbasierter IT-Infrastruktur von Serviceprovidern stieg laut Gartner im Jahr 2021 um satte 41,4 Prozent auf 90,9 Milliarden US-Dollar. 

Und der Trend dürfte anhalten: Die jährliche Wachstumsrate zum Beispiel im Segment für cloudbasierte Datenmanagement-Services beziffern die Market-and-Markets-Analysten bis 2027 auf mehr als 30 Prozent. Das Marktvolumen dieses Segments betrug in 2022 rund 34 Milliarden US-Dollar. 2027 wird die Marke von 140 Milliarden US-Dollar vermutlich überschritten. In diesem Segment mischen große internationale Namen mit wie der amerikanische Technik-Konzern IBM, das deutsche Unternehmen SAP, die Amazon-Tochter AWS und der Software-as-a-Service-Anbieter Snowflake aus Kalifornien mit.

 

Cloudinfrastruktur Umsätze für Q3 in US-Dollar

So viel geben Endnutzer (Unternehmen und Privatanwender) weltweit für die einzelnen öffentlichen Cloud-Dienste aus

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Angaben in Millionen US-Dollar

Quelle: Gartner, Oktober 2022

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei lediglich um Beispiele für den Trend Cloud-Computing handelt, die nicht als Anlageempfehlungen zu verstehen sind.

Trotz Risiken – ein chancenreicher Markt für Anleger

Die Cloud-Technologie ist für fast jedes Unternehmen interessant, weil sie die IT-Infrastruktur flexibler, effizienter und obendrein auch noch nachhaltiger macht. Zuletzt verzeichneten cloudbasierte Geschäftsmodelle ein viermal schnelleres Wachstum als die IT-Branche insgesamt.

Aber, wie bei neuen digitalen Techniken üblich: Innovative Anwendungen können rasch ein Marktsegment erobern, aber auch schnell wieder veraltet sein. Und das Thema Sicherheit ist nicht final gelöst. Noch sorgen sich Anwender, dass infolge von Cyber-Angriffen Daten verloren gehen oder abgegriffen werden. Einige befürchten auch Anhängigkeiten vom Cloud-Anbieter, intransparente Kosten oder eine Schatten-IT, die mit einem Verlust an eigenem IT-Know-how verbunden ist. Trotz dieser noch bestehenden Vorbehalte: Cloud-Dienste sind nach einhelliger Experteneinschätzung ein zukunftsträchtiger Markt, von dem Anleger profitieren können.

Glossar

Die wichtigsten Begriffe rund um die Cloud im Überblick

IaaS, PaaS, FaaS, SaaS: Was ist was? Abhängig von der Art der IT-Leistungen sind verschiedene Servicemodelle zu unterscheiden. Diese Leistungen werden wiederum durch unterschiedliche Liefermodelle zum Beispiel in einer Private oder einer Public Cloud bereitgestellt.

  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Nutzer können direkt auf IT-Ressourcen wie Rechenleistung oder Datenspeicher in einer Cloud zugreifen. Der Dienstleister verwaltet die Basis-Infrastruktur, wobei die nutzenden Unternehmen die Kontrolle über ihre Betriebssysteme und Anwendungen behalten. Sie installieren und nutzen ihre Software dort selbst.

  • Platform-as-a-Service (PaaS): Das Dienstleistungsunternehmen stellt eine IT-Plattform mit Mehrwertdiensten zur Verfügung, etwa Programmiersprachen, Verwaltungs- oder Sicherheitstools. Der Vorteil liegt für die Firmen in einem geringeren Verwaltungsaufwand. Man nutzt PaaS oft dafür, um Anwendungen in der Cloud zu entwickeln und zu betreiben.
  • Function-as-a-Service (Faas): Einzelne Funktionen einer Software können in der Cloud laufen, ohne dass sich das Unternehmen um die Infrastruktur kümmern muss.
  • Software-as-a-Service (SaaS): Der Cloud-Anbieter stellt die Software direkt in der Cloud zur Verfügung. Die Programme sind von verschiedenen Geräten von überall aus nutzbar. Die Unternehmen haben keine Arbeit mehr mit der Einrichtung und Verwaltung der Systeme.
  • Public Cloud: Dabei handelt es sich um ein Liefermodell, bei dem zum Beispiel Infrastruktur von einem Drittanbieter verwaltet und über das Internet von Unternehmen gemeinsam genutzt werden. Nutzbare Services wie IaaS, PaaS oder SaaS müssen nicht im eigenen Rechenzentrum gehostet sein.
  • Private Cloud: Die Infrastruktur wird einem einzigen Anwenderunternehmen zugewiesen. Das funktioniert wahlweise im unternehmenseigenen Rechenzentrum, in einer Co-Location-Einrichtung eines Drittanbieters oder einem Private-Cloud-Anbieter.
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