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Verantwortungsbarometer Deutschland 2021

Nachhaltigkeit trotz Aufpreis – Deutsche sind für die Umwelt zu finanziellen Zugeständnissen bereit

Repräsentative Umfrage von Kantar EMNID unter 3.062 Bundesbürgern:
  • 74 Prozent würden für nachhaltige Lieferketten höhere Preise akzeptieren und 64 Prozent höheren Steuern auf Benzin zustimmen
  • Nachhaltigkeit für Frauen noch wichtiger als für Männer
  • Arbeitgeber übernehmen mehr Verantwortung für ihre Angestellten

Immer mehr Bundesbürger fordern von der Politik, sich stärker für Nachhaltigkeit einzusetzen. 74 Prozent der im Rahmen des Fidelity-Verantwortungsbarometers Befragten finden, die Politik sollte Unternehmen zu Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten verpflichten, auch wenn dies mit steigenden Preisen für den Verbraucher einhergeht. 64 Prozent würden eine Erhöhung der Abgaben auf Benzin in Kauf nehmen, um die CO2-Emissionen merklich zu senken. Das stärkere Bewusstsein für den Klimaschutz bewirkt, dass Deutsche bereit sind, auch finanzielle Zugeständnisse für mehr Nachhaltigkeit zu machen. Dies ist das zentrale Ergebnis des Verantwortungsbarometers Deutschland 2021 von Fidelity International, das vom Markforschungsinstitut Kantar EMNID durchgeführt wurde.

Ansprüche an die Politik

Die Verpflichtung von Unternehmen zu nachhaltigen Lieferketten findet bei drei Viertel der Befragten Zustimmung.

Frage: Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu? Ich finde, die Politik in Deutschland sollte...

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Angabe hinter den Kreisen: Summe „stimme voll und ganz zu“ + „stimme eher zu“. Basis: 3.062 Befragte.

Der starke Fokus auf Umwelt und Klima wird auch im direkten Vergleich zwischen den Aspekten Umwelt, Soziales sowie verantwortungsvoller Unternehmensführung deutlich. 57 Prozent der Bundesbürger sehen die Senkung von CO2-Emissionen als eines der wichtigsten Ziele der Politik. 53 Prozent legen zudem großen Wert auf die Bewahrung der Artenvielfalt. Soziale Aspekte, wie die Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit, sehen lediglich 34 Prozent als zentrales Thema. 36 Prozent fordern, mit maßvolleren Managergehältern eine bessere Unternehmensführung zu forcieren.

Frauen sind dabei noch stärker als Männer Treiber der ökologischen Forderungen. Während 60 Prozent der Frauen für eine Senkung der CO2-Emissionen plädieren, sind es nur 54 Prozent der Männer. Auch die Geschlechtergerechtigkeit ist für Frauen mit 41 Prozent gegenüber 28 Prozent der Männer ein deutlich größeres Anliegen. Dafür sehen Männer einen stärkeren Handlungsbedarf der Politik bei der Bekämpfung von unlauteren Geschäftspraktiken (54 Prozent gegenüber 41 Prozent der Frauen).

„Die Deutschen übernehmen Verantwortung und wollen beim Klimaschutz vorankommen, das zeigt unsere Umfrage eindeutig. Um diesem Trend gerecht zu werden sind Vermögensverwalter aufgerufen, auch in der Geldanlage ihren Beitrag zu leisten. Als verantwortungsvoller Investor sehen wir uns deswegen in der Pflicht, den Nachhaltigkeitsdialog mit jenen Firmen, an denen wir für unsere Kunden Anteile halten, weiter zu intensivieren. Anleger erwarten zurecht, dass wir neben der Umwelt auch in den Bereichen Soziales und gute Unternehmensführung unseren Einfluss nutzen.“

Alexander Leisten, Deutschlandchef von Fidelity International

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Arbeitgeber übernehmen in der Corona-Krise mehr Verantwortung

Mehr Arbeitnehmer sind zu Lohnzurückhaltung bereit

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Ein Großteil der Befragten ist zu Einschränkungen bereit, um den eigenen Arbeitsplatzerhalt zu erhalten. 67 Prozent würden auf Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen verzichten. 40 Prozent wären bereit, bei gleichem Gehalt mehr Wochenarbeitszeit zu leisten. 26 Prozent würden sogar bei gleicher Wochenarbeitszeit auf einen Teil des Gehalts verzichten.

Zugeständnisse von Arbeitnehmern während der Corona-Krise

Der Großteil wäre zu Einschränkungen bereit, wenn es zum Erhalt des Arbeitsplatzes beiträgt.

Frage: In welchem Bereich wären Sie während der aktuellen Corona-Krise bereit, Ihrem Arbeitgeber Zugeständnisse zu machen, wenn es zum Erhalt Ihres Arbeitsplatzes beiträgt?

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Mehrfachnennungen möglich. Basis: 1.636 Berufstätige.

Gesundheit und Familie weiterhin die wichtigsten Lebensziele

Ein Großteil der Befragten nimmt zudem ein gesteigertes Verantwortungsbewusstsein des Arbeitgebers gegenüber den Angestellten wahr. Vor allem für die Gesundheit (61 Prozent) setzen sich Arbeitgeber in der Corona-Krise ein. Weitere Bereiche, die laut der Untersuchung mehr Unterstützung erfahren, sind der Erhalt des Arbeitsplatzes (57 Prozent) sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (46 Prozent).

Lebensziele

Familie & Gesundheit weiterhin unangefochten wichtigste Lebensziele – jedoch (leicht) fallend.

Frage: Was von dem Folgenden ist für Sie persönlich am wichtigsten/zweitwichtigsten/drittwichtigsten?

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Angabe über den Säulen: Summe Top3-Lebensziele. Basis: 3.062 Befragte.

Grafik zum Download

Gerade die Gesundheit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtige Aspekte, denn: Familie und Gesundheit sind weiterhin unangefochten die wichtigsten Lebensziele der Deutschen. Entgegen der Erwartung, dass vor allem der Gesundheitsaspekt durch die Corona-Krise einen deutlichen Zuwachs verzeichnen würde, ist die Zahl im Vergleich zu 2020 leicht fallend (Gesundheit von 80 auf 78 Prozent). Für Frauen haben Familie und Gesundheit noch einen höheren Stellenwert als für Männer. Während für Frauen Familie (88 Prozent gegenüber 77 Prozent der Männer) und Gesundheit (84 Prozent gegenüber 71 Prozent der Männer) am wichtigsten sind, legen Männer höheren Wert auf einen guten Lebensstandard (40 Prozent gegenüber 25 Prozent der Frauen) und beruflichen Erfolg (25 Prozent gegenüber 17 Prozent unter Frauen).

Über das Verantwortungsbarometer Deutschland 2021:

Die Umfrage Verantwortungsbarometer Deutschland 2021 wurde im Auftrag von Fidelity International von Kantar EMNID durchgeführt. In einer repräsentativen Zufallsstichprobe wurden deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren befragt. Insgesamt wurden in der Bundesrepublik Deutschland 3.062 Personen in telefonischen Interviews (CATI-Omnibus) befragt. Die Erhebung fand zwischen dem 06.10.2020 und dem 27.11.2020 statt.