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China: Der Stimmungsweltmeister

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Unternehmen in China sind derzeit so optimistisch gestimmt wie nirgendwo sonst auf der Welt. Die Chancen auf ein rasches wirtschaftliches Comeback nach drei Jahren harter Pandemie-Bekämpfung stehen damit gut.

Fidelity Analysten-Umfrage: Barometer für weltweite Geschäftserwartungen

Kurz vor dem Jahreswechsel fragen wir regelmäßig unsere Analystinnen und Analysten weltweit, wie Unternehmen die Lage für die kommenden zwölf Monate einschätzen. 152 Fidelity-Analysten aus aller Welt haben sich an der aktuellen Umfrage beteiligt. Sie alle tauschen sich regelmäßig mit dem Management der Unternehmen, Lieferanten, Kunden und Mitbewerbern aus, führen jedes Jahr viele tausend Gespräche und gewinnen so einen detaillierten Einblick in das Geschehen, die Lage und die Pläne der Unternehmen vor Ort. Die Analysten-Umfrage ist damit ein einzigartiges Barometer für die Geschäftserwartungen bei Unternehmensentscheidern der wichtigsten Wirtschaftsregionen und Branchen.

Nach drei Jahren strikter Pandemiebekämpfung mit immer neuen Ausgangssperren stehen in China die Zeichen auf Öffnung. Die Staatsführung hat die Null-Covid-Strategie aufgegeben, lässt nun Infektionswellen durchs Land laufen und hofft damit nicht zuletzt auch auf einen Konjunkturaufschwung. Die Aussichten dafür stehen gut. Die Regierung hat ein potentes Konjunkturpaket geschnürt. Und die Stimmung unter den Unternehmen ist so gut wie nirgendwo sonst auf der Welt, wie die aktuelle Analysten-Umfrage zeigt.

Die China-Analysten rechnen nun zu 88 Prozent damit, dass die chinesische Wirtschaft sich in den nächsten 12 Monaten am Anfang oder sogar mitten in einem Aufschwung befinden wird. Zum Vergleich: In Europa gehen lediglich 37 Prozent der Analysten davon aus, in Nordamerika sogar nur 35 Prozent. Dementsprechend sind auch die Umsatzerwartungen deutlich optimistischer als im Rest der Welt. Ermutigt durch politische Anreize und die 180-Grad-Wende in der Covid-Politik steigt die Erwartungshaltung der Unternehmen in China offenbar deutlich an.

Erwartungen für Umsatzwachstum in China am höchsten

Frage: „Wie hoch sind Ihre Erwartungen an das Umsatzwachstum in den nächsten zwölf Monaten?“

Das Diagramm zeigt den Anteil der Antworten, die einen Anstieg der Einnahmen erwarten abzüglich derjenigen, die einen Rückgang erwarten.
Stark positive oder negative Antworten erhalten eine doppelte Gewichtung.
Positive Werte zeigen also an, dass die Analysten überwiegend mit steigenden Umsätzen rechnen.
Quelle: Fidelity Analysten-Umfrage 2023

China ist zudem das einzige Land, für das Fidelity-Analysten aktuell einen Anstieg der Gewinnspannen und der durchschnittlichen Kapitalrenditen erwarten.

Gegen den Trend: Steigende Renditen im Blick

Frage: „Wie sind die Aussichten für die Gesamtkapitalrendite der von Ihnen betreuten Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten?“

Das Diagramm zeigt den Anteil der Analysten, die einen Anstieg der Kapitalrenditen erwarten, abzüglich des Anteils, der einen Rückgang erwartet.
Stark positive oder stark negative Antworten erhalten eine doppelte Gewichtung.
Positive Werte zeigen also an, dass Analysten überwiegend mit steigenden Kapitalrenditen rechnen.
Quelle: Fidelity Analysten-Umfrage 2023

Kostendeflation und sinkende Ausfallraten

Asien bietet in den kommenden Monaten noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Es ist die einzige Wirtschaftsregion, in der unsere Analysten mehrheitlich erwarten, dass die sogenannten Inputkosten für die Unternehmen sinken werden – also die Kosten für alles, was zur Produktion gebraucht wird, wie Rohstoffe, Maschinen oder auch Arbeitskraft. So übt Peking derzeit etwa Druck auf die Unternehmen aus, die Gehälter ihrer Beschäftigten zu senken, um das höhere Ziel eines Wohlstands für alle zu erreichen. Fast zwei Drittel der China-Analysten sind der Überzeugung, dass der Kostendruck bei den von ihnen betreuten Unternehmen bereits zum Jahreswechsel 2022/23 seinen Höhepunkt erreicht hat.

Auch die Kreditausfallraten bei den Unternehmen könnten im Jahresverlauf in China sinken, während sie in anderen Regionen steigen dürften. Das hat weniger mit sinkenden Kosten und steigendem Absatz zu tun als vielmehr mit den gestiegenen Ausfällen im Immobiliensektor während der vergangenen Monate. „Die politischen Entscheidungsträger sind jetzt sehr daran interessiert, den Immobilienmarkt zu stabilisieren“, sagt ein Immobilien-Experte von Fidelity. Anders gesagt: Man wird politisch alles versuchen, in Zukunft weniger Ausfälle zu produzieren:


Höhere Ausfallraten? Nicht in China …

Frage: „Was erwarten Sie in Bezug auf die Höhe der Ausfallraten in den nächsten zwölf Monaten?“
 

Das Diagramm zeigt den Anteil der Analysten, die einen Anstieg der Ausfallquoten erwarten abzüglich derjenigen, die einen Rückgang erwarten.
Stark positive oder stark negative Antworten erhalten eine doppelte Gewichtung.
Höhere Werte zeigen also an, dass die Analysten eher einen Anstieg der Ausfallraten erwarten.
Quelle: Fidelity Analysten-Umfrage 2023

Unternehmen sind positiv gestimmt

Kein Wunder, dass die Stimmung in Chinas Führungsetagen hervorragend scheint. Das spiegeln neben der jährlichen Analysten-Umfrage auch die jüngsten Monatserhebungen wider: China war die einzige Region, in der unsere Analysten sowohl im Dezember als auch im Januar eine positive Stimmung unter den Unternehmensmanagern meldeten. 

 

Chinas Wiederöffnung sorgt für gute Laune unter Managern

Frage: „Basierend auf dem Austausch mit Unternehmen im vergangenen Monat: Inwieweit, wenn überhaupt, hat sich die Stimmung im Management für die nächsten sechs Monate verändert?“
 

Das Diagramm zeigt den Anteil der Antworten, die eine positive Einschätzung der Unternehmensleitung wiedergeben abzüglich negativer Einschätzungen.
Stark negative und stark positive Antworten erhalten eine doppelte Gewichtung.
Höhere Werte zeigen also, dass die Analysten eine verbesserte Stimmung feststellen.
Quelle: Fidelity Analysten-Umfrage 2023

Aufschwung mit leichten Rückschritten

Eine Delle im jüngsten Aufwärtstrend könnte vor allem die Pandemie verursachen. Während sich Hunderte Millionen Chinesen wieder frei durchs Land bewegen, verbreitet sich das Corona-Virus stärker denn je. „Wir müssen die Auswirkungen dieser sehr schnellen Öffnung noch abwarten“, warnt ein Fidelity-Aktienanalyst. Einige der von ihm beobachteten Finanzbetriebe leiden wegen der Viruswelle bereits unter akutem Personalmangel. Das könnte ihre Performance kurzfristig schwächen.

 

Fazit

Unsere Analysten erwarten, dass Chinas Wirtschaft das Schlimmste hinter sich hat und in diesem Jahr zu neuer Stärke findet. Zu den Risiken auf dem Weg in den Aufschwung zählt neben dem angeschlagenen Immobiliensektor eine mögliche Eskalation der Covid-Pandemie, die die Staatsführung zwingen könnte, wieder zu restriktiveren Maßnahmen zurückzukehren.

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