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Abschied von Kohlekraftwerken in Südostasien

Kohlekraftwerke gehören zu den größten Umweltsündern weltweit – manche stoßen so viel CO2 aus wie ganze Staaten. Angesichts des Energiehungers der wachstumsstarken Region Südostasien waren dort über 100 neue Kohlekraftwerke geplant. Unsere Analysten vor Ort unterstützt vom Nachhaltigkeitsteam gingen gemeinsam auf Banken zu, um die Finanzierung zu stoppen.

Wie war die Ausgangslage?

Global nimmt die finanzielle Unterstützung für Kohleprojekte ab. Doch vom globalen Trend war in Südostasien wenig zu spüren: Die Anzahl der Finanzierungen für Kohlekraft stieg weiter. Dabei haben große Banken in Singapur eine wichtige Signalwirkung für die Region. Wenn Singapur seine Glaubwürdigkeit für nachhaltige Finanzierungen ausbauen will, müssen diese Banken ihre Finanzierungspläne überdenken.

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Herausforderungen

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Umwelt

Mehr Kohlekraftwerke, mehr Finanzierungsbedarf: Singapurs große Banken spielen dabei eine Rolle.

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Unternehmensführung

Viele Banken in Südostasien legen ihre Finanzdaten nicht offen.

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Wie haben wir uns engagiert?

In den letzten Jahren hat sich die Finanzpolitik der Banken in Singapur zu einem verantwortungsvolleren Handeln gewandelt. So reduzierten sie die Finanzierung von Kohlekraftwerken. Doch uns gingen die guten Absichten nicht weit genug: Die Richtlinien waren nicht spezifisch genug ausformuliert oder sie erlaubten gar neue Finanzierungen für Schwellenländer. 

Wir suchten daher das Gespräch mit dem Chief Sustainability Officer einer führenden Bank in Singapur. Gemeinsam diskutierten wir die Nachhaltigkeitsstrategie der Bank und ihren Ansatz zur Finanzierung.

Mit Erfolg:

  • Die Bank erklärte sich bereit, mit ihren Kreditpartnern in der Region über ihr Kohle-Engagement zu sprechen.
  • Zudem verpflichtete sie sich dazu, in Übereinstimmung mit der Taskforce zur klimabezogenen Offenlegung von Finanzdaten (TCFD) über ihre Empfehlungen zu berichten.
  • Darüber hinaus schlossen wir uns über eine in Singapur ansässige Nachhaltigkeitsberatung mit mehreren institutionellen Investoren zusammen. Gemeinsam ermutigten wir alle großen Banken im Land, auf kurzfristige Chancen in Kohleinvestitionen zu verzichten und ihre Strategien im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu verbessern.

Und was war das Ergebnis?

Gemeinsam mit Vertretern der einzelnen Vermögensverwalter und dem Beratungsunternehmen veröffentlichten wir eine Erklärung. Darin verkündeten wir, bei Bank A, B und C ein vollständiges Verbot der Kohlefinanzierung durchsetzen zu wollen. Bevor die Erklärung auf den Hauptversammlungen der Banken verlesen werden konnte, gingen die Banken sogar einen Schritt weiter: 

  • Bank A kündigte an, dass sie in Zukunft keine Finanzierungen für Kohlekraftwerke mehr anbieten werde.
  • Bank B folgte schnell diesem Beispiel.
  • Bank C hatte vorher keine Richtlinien für Kohlefinanzierung. Unser gemeinsam unterschriebener Brief wurde an sie geschickt und auf ihrer Hauptversammlung Ende April verlesen. Mitte Mai gab Bank C bekannt, dass sie keine Kohlekraftwerke mehr finanzieren will. Sie wird sich stattdessen auf erneuerbare Projekte konzentrieren.
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Dies ist ein hervorragendes Beispiel für konstruktives Engagement und Zusammenarbeit in der Branche. Wir beabsichtigen, uns auch weiterhin für eine konsistente Offenlegung der Expertenkommission „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) durch alle regionalen Banken zu engagieren. 2020 haben wir dieses Engagement auf die japanischen Banken ausgeweitet, die noch Kohlekraftwerke finanzieren. Erst kürzlich hatte die japanische Regierung angekündigt, dass sie die Mehrheit der ineffizienten Kohlekraftwerke bis 2030 schließen will.

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Stand, soweit nicht anders angegeben: Februar 2021. MK12117